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Sa vie son oeuvre

Rénovation de la grotte de Vénus

Aktuelle Informationen aus Linderhof

Restaurierung der Venusgrotte im Schlosspark

Entstehungsgeschichte und Konstruktionsaufbau

Die Venusgrotte wurde als Tropfsteinhöhle mit Wasserfall und See im Wesentlichen in den Jahren 1876/77 am Abhang des Hennenbergkopfes nordöstlich oberhalb des Schlosses errichtet. Die künstlich errichtete Grotte verbindet als begehbares Bühnenbild den ersten Aufzug aus Richard Wagners Oper Tannhäuser mit der Nachbildung der Blauen Grotte von Capri.

Bild: Grotte in roter Beleuchtung

Grotte in roter Beleuchtung als « Bacchanal von Hörselberg »,
Aquarell von Heinrich Breling, 1881

Die Grundkonstruktion besteht aus 1,70 Meterdicken Kalkbruchsteinwänden und einzelnen Säulen aus Bruchstein bzw. Gusseisen. Der Ein- und Ausgangsbereich ist mit einem Bruchsteingewölbe, die Hauptgrotte mit einem weit gespannten Gewölbe aus Ziegelmauerwerk überwölbt. Die Gewölbe wurden außen mit flüssigem Teer abgedichtet und anschließend mit Erde überfüllt.

Die innen sichtbare Raumschale besteht aus Putz, der auf Rupfen bzw. Eisengitter aufgebracht wurde. Um eine authentische Oberfläche zu erzielen, wurde der Putz teilweise flüssig vergossen, teilweise wurden in Putz getränkte Stoffe geschickt drapiert. Die Oberflächen wurden farbig gefasst und stellenweise mit Glimmer versehen, wodurch zusammen mit der wechselnden farbigen Beleuchtung glitzernde und glänzende Effekte erzielt wurden.

Feuchtigkeitsprobleme und Konstruktionsschäden

Schon kurz nach der Fertigstellung traten in der Grotte Feuchtigkeitsprobleme auf. Aus diesem Grund wurde bereits 1889/90 über der Hauptgrotte ein Dach errichtet. Damit war das Problem jedoch nicht vollständig gelöst, da unterirdisch fließendes Wasser insbesondere nach starken Regenfällen oder bei Schneeschmelze nach wie vor durch die dicken Natursteinmauern dringt.

Bild: Hauptgrotte mit See

Hauptgrotte mit See
(Foto: K. Fändrich)

Die im Lauf der Zeit durch das Wasser entstandenen Schäden sind heute nicht mehr zu übersehen. Auch die Feuchtigkeit, die vom See im Innern der Grotte aufsteigt trägt zum kontinuierlichen Zerfall von Raumschale und Ausstattung bei. Es besteht daher dringender Handlungsbedarf für Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen.

Bereits in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts mussten erste Schutznetze eingebaut werden, um die Sicherheit der Besucher bei den Besichtigungen zu gewährleisten. 1997 wurden im Ein- und Ausgangsbereich zusätzliche Schutzgerüste eingebaut und die Schutznetze im Bereich der gesamten Führungslinie erneuert bzw. ergänzt. Um die Beeinträchtigungen für die Besucher abzustellen und den Bestand der Grotte dauerhaft zu gewährleisten, muss einerseits die Abdichtung der Grotte verbessert werden, so dass ein unkontrollierter Wassereintritt in die Bausubstanz verhindert wird, andererseits müssen Wege gefunden werden die Raumschale so weit wie möglich zu erhalten und zu restaurieren bzw. in Teilbereichen zu rekonstruieren.

Material- und Schadensuntersuchungen

Sondierungsgrabungen am Grottenäußeren zeigen, dass die nicht überdachten Mauern und Gewölbe des Grottenausgangs in der Erbauungszeit mit einem wassersperrenden Teeranstrich und einer zusätzlichen Schutzschicht aus ca. 15 cm dickem, wasserundurchlässigem Lehm versehen wurden.

Bild: Arbeitsgerüst des Restaurators

Arbeitsgerüst des Restaurators mit Schutzkonstruktion
über der Führungslinie der Besucher

Besonderes Augenmerk wird mit Hilfe geologischer und hydrologischer Untersuchungen auf die Erkundung des Verlaufs von Niederschlags- und Hangwasser gelegt. Ergänzend werden alle Wasserleitungen im Grotteninneren per Kamerabefahrung sondiert. Statische Untersuchungen der Konstruktion der Außenmauern und Gewölbe wie auch der Innenschale schaffen die Voraussetzungen für wirksame Sicherungsmaßnahmen am Tragwerk.

Restauratorische, naturwissenschaftliche und raumklimatische Untersuchungen bilden die Grundlage für die Konzeptentwicklung zur Erhaltung der Raumschale. Ergänzend liefert eine detaillierte Archivforschung Hinweise auf die bauliche Entwicklung, die verbauten Materialien und die bereits seit der Erbauungszeit vorhandenen Probleme mit eindringender Feuchte.

Instandsetzungsmaßnahmen und Restaurierungsziele

Vorrangiges Ziel ist die Wiederherstellung des ursprünglichen, ungestörten Raumeindrucks der Grotte. Die Schutznetze und Schutzgerüste sollen wieder entfernt werden.

Bild: Grundriss der Grotte

Grundriss der Venusgrotte
Bild: Pfeil rot  Regelführungslinie
Bild: Pfeil blau  geplante Führungslinie während der Arbeiten (über provisorischen Steg)

Dafür muss zunächst der unkontrollierte Wassereintrag in die Grotte verhindert bzw. gesteuert werden. Als kurzfristige Vorwegmaßnahme sollen die Verbesserung der Abführung des Oberflächenwassers vom Grottendach sowie die Abdichtung des Grottenein- und -ausgangsbereichs erfolgen.

Mittelfristig sind für das Grotteninnere neben der Substanzsicherung und Konstruktionsstabilisierung auch die Konservierung der Raumschale sowie die Ergänzung fehlender bzw. zerstörter Teilbereiche vorgesehen.

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