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His life his work

Monthly Archives: July 2015

König-Ludwig-Nacht (suite)

1500 Kerzen und Feuerschalen mit Weihrauch beleuchten die Gartenanlagen effektvoll

Die Festlichkeiten starten um 14.30 Uhr im Maurischen Kiosk mit Märchen aus 1001 Nacht für Kinder. Das Abendprogramm lädt ab 20.00 Uhr zu einem halbstündigen Konzert sowie zu Themenführungen durch den Schlosspark. Die Gartenanlage um das Schloss erstrahlt dank rund 1500 Kerzen in besonderem Licht. Feuerschalen mit Weihrauch lassen orientalische Düfte durch den Park ziehen.

Ab 21.20 Uhr beginnen die beliebten Nachtführungen mit musikalischer Untermalung im Schloss. Szenenische Lesungen am Marokkanischen Haus bringen den Besuchern die Orientbegeisterung in der Zeit Ludwigs II. nahe. Im Maurischen Kiosk entführen spannende Berichte von verwegenen Touristen, die vor 150 Jahren den Orient wirklich bereisten, die Besucher in längst vergangene Zeiten. Der Stummfilm „Sumurun“ aus dem Jahre 1920 bietet laut Lexikon des internationalen Films „… eine filmische Reise in ein Universum der Gefühle und Leidenschaften“. Die Vorführung findet im Musikpavillon statt.

Kostenlose Reservierungen für die Schlossführungen sind ab Samstag (1. August) unter Tel. (0 88 22) 92 03-21, Fax (0 88 22) 92 03-11 und sgvlinderhof@bsv.bayern.de möglich. Der Eintritt ins Schloss beträgt 11,50 Euro. Alle übrigen Programmpunkte sind kostenlos. (www.linderhof.de)

Königlich speisen im Schlosshotel beim „Menu en bleu royal“

Im Schlosshotel Linderhof kann man um 17.30 Uhr die „König-Ludwig-Nacht“ auch bei einem exklusiven Abendessen genießen. Tischreservierungen für das „Menu en bleu royal“ unter Tel. (08822) 7 90, Fax (08822) 43 47 und unter info@schlosshotel-linderhof.com.

„Dem Himmel nah“ – Bergmesse am Königshaus am Schachen

Die Bergmesse anlässlich der 170. Wiederkehr des Geburtstages des beliebten bayerischen Monarchen am 25. August ist ein Besuch, den man sicher nicht so schnell vergisst. Nach einem rund zehn Kilometer langen Aufstieg zu Fuß vom Elmauer Wanderparkplatz zum Königshaus können die Bergsteiger einen Gottesdienst in 1800 Metern Höhe vor grandiosem Bergpanorama erleben.

Die katholische Messfeier wird traditionsgemäß vom Pfarrer der Partenkirchener Pfarrei Maria Himmelfahrt zelebriert und beginnt um 11.00 Uhr. Einheimische Musikanten spielen dazu alpenländische Weisen.

Der auf 1866 Metern im Wettersteingebirge gelegene Zufluchtsort König Ludwigs II. ist nur zu Fuß erreichbar. Die Gehzeit beträgt je nach gewähltem Weg drei bis vier Stunden. Eine Mountainbike-Route startet von Klais bei Garmisch-Partenkirchen aus und führt Richtung Wettersteinalm zum Königsweg. Bitte achten Sie auf geeignetes Schuhwerk und Kleidung, denn die Bergmesse findet bei jeder Witterung statt.

Laut Auskunft der Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Oberammergau werden keine Sonder-Fahrgenehmigungen für die Schachenstraße erteilt. Familie Leitenbauer, die Pächter des Schachenhauses, informiert gerne über freie Plätze zum Übernachten in der Berggaststätte unter (0172) 876 88 68 und www.schachenhaus.de.

Im Anschluss an die Messe können Sie das Schachenhaus besuchen. Täglich finden um 11 Uhr, 13 Uhr, 14 Uhr und um 15 Uhr Führungen statt, bei reger Nachfrage werden weitere Touren angeboten. Der Eintritt kostet 4,50 Euro (ermäßigt 3,50 Euro).

La villa Wahnfried réouverte

Wahnfried-Museum wiedereröffnet/Wahnfried museum reopens

Fünf Jahre musste die Wagner-Welt ohne das Museum im Haus Wahnfried auskommen, jetzt ist das ehemalige Wohnhaus Richard Wagners wiedereröffnet worden. Ur-Enkelin Nike präsentierte eine spezielle Idee für die Ausstellung.

Five years the Wagner’s world had to manage without museum in the house Wahnfried, now the former dwelling-house Richard Wagner has been reopened. Great-granddaughter Nike presented a special idea for the exhibition.

  Die Büste von König Ludwig II.  vor dem Haus Wahnfried in Bayreuth. Einen Tag nach dem Festspielstart wurde das sanierte Richard-Wagner-Museum wiedereröffnet.
Die Büste von König Ludwig II.  vor dem Haus Wahnfried in Bayreuth. Einen Tag nach dem Festspielstart wurde das sanierte Richard-Wagner-Museum wiedereröffnet.

 

Wagner-Fans haben eine wichtige Pilgerstätte zurück: In Bayreuth ist nach fünfjähriger Sanierungszeit das Richard-Wagner-Museum im Haus Wahnfried, dem ehemaligen Wohnhaus des Komponisten, wiedereröffnet worden. “Es ist ein guter Tag für Bayreuth”, sagte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe beim Festakt zur Eröffnung am Sonntag und sprach von einem “wichtigen Tag für die Wagner-Welt”. Sie forderte die Politik auf, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit alle Wagner-Archive in Zukunft in Bayreuth zusammengeführt werden können.

Haus Wahnfried, Richard Wagners einstige Wohnstätte, in deren Garten der Komponist beerdigt wurde, dient seit den 1970er Jahren als Museum. In den vergangenen fünf Jahren wurde es in einem 20-Millionen-Euro-Projekt aufwendig saniert. Daneben wurde ein Neubau platziert.

 

Nike Wagner will Teil des Museums werden

Die Ur-Enkelin des Komponisten, Nike Wagner (70), bot sich in ihrer unterhaltsamen und sehr bissigen Festrede als Dauerleihgabe für das neu eröffnete Museum an. “Die letzten Wahnfried-Kinder erklären sich hiermit bereit, Teile des Museums zu werden”, sagte sie auch im Namen ihrer Geschwister. “Es ist ja so wenig Originalmobiliar erhalten.” Voraussetzung dafür sei, dass sie, die ihre Kindheit und Jugend dort verbrachten, nachts zum Leben erwachen und im Haus feiern dürften.
Nike Wagner erinnerte vor allem daran, dass das Haus einst das Zuhause einer Familie war, “eine Villa Kunterbunt”. “Wahnfried war Heimat.” “Mögen die Bayern im Geiste ihres Märchenkönigs handeln”, sagte sie über die Finanzierung des Museumsbetriebes. Der bayerische “Märchenkönig” Ludwig II. hatte Richard Wagner seinerzeit mit Unsummen dessen Kunst und Lebensstil finanziert.

las/DPA

Le refuge oriental de Louis II

König Ludwigs Schachenschloss: Berghütte mit vergoldeten Wänden

Der G7-Gipfel in den bayerischen Alpen wird Millionen kosten. Nicht weit von Elmau entfernt baute sich Ludwig II. einst eine Berghütte. Bescheiden von außen – und innen atemberaubend protzig.

King Ludwigs Schachen castle: mountain hut with gilded walls

The G7 summit in the Bavarian Alps will cost millions. Not far from Elmau Ludwig II made build  a mountain hut. Modest seen from the outside – and of a breathtaking beauty inside.

Königshaus am Schachen: Der Orient im Wettersteingebirge
Bayerische Schlösserverwaltung

Den Königsweg haben die Regierungschefs bei ihrem G7-Treffen im Wettersteingebirge direkt vor der Nase. An ihren Luxussuiten vorbei führt er von Elmau aus in eine wahre Traumwelt. Die hat Ludwig II. auf 1866 Meter Höhe erbauen lassen: ein einzigartiges, honigfarbenesSchlösschen am Schachen, auf einem Plateau knapp oberhalb der Baumgrenze und umgeben von einer schroffen Bergwelt.

Zurzeit ist der Pfad hinauf aus Sicherheitsgründen gesperrt. Bis zum 9. Juni riegeln ein drei Meter hoher Maschendrahtzaun und jede Menge Polizisten das Schloss Elmau, in dem sich Kanzlerin Angela Merkel und ihre präsidialen Gäste einquartiert haben, von der Umgebung ab. In Nicht-G7-Zeiten aber sind es dreieinhalb Stunden Fußmarsch oder eine knackige Mountainbike-Fahrt über den Königsweg ins Reich des verrückten Bayern-Monarchen.Auf den ersten Blick erscheint die königliche Berghütte geradezu bescheiden im Vergleich zu Schloss Elmau. Auch im Inneren: Die Wände des königlichen Wohn- und Schlafgemachs sind mit Zirbelholz verkleidet, die Böden mit karierten Rosshaardecken gegen die aufsteigende Kälte belegt. In jedem bürgerlichen Haushalt könnten die bayerisch-blau bezogenen Möbel gestanden haben.

Geburtstagsfete à la Sultan Selim III.

Wer dann verschwitzt in Bergschuhen die enge Wendeltreppe in Ludwigs II. Schlösschen hinaufklettert, erreicht im “Türkischen Saal” eine andere Welt: vergoldete Wände, kostbare Teppiche, bestickte Diwane um einen prunkvollen Springbrunnen, riesige Pfauenfedern, Kandelaber, reich verzierte Räucherpfannen und ein tonnenschwerer Kronleuchter. Das Licht, das durch die bunten Glasfenster dringt, taucht den Raum in violette Farben – tausendundeine Nacht zwischen Edelweiß und Enzian.

Das Belvedere, das der König als Aussichtspunkt erbauen ließ, erlaubt einen weiten Blick ins Reintal. Am Horizont, hinter Garmisch-Partenkirchen, lässt sich ein Zipfel des Starnberger Sees erahnen. “Der Ludwig wusste schon, wo die schönsten Orte sind”, sagt Andreas Leitenbauer. 130 Jahre nach dem König regieren er und seine Frau Marianne auf dem Schachen – in Dirndl und Lederhosen.

2005 pachteten sie als Hüttenwirte das ehemalige Gesindehaus gleich unterm Königspalais vom Freistaat Bayern. Das G7-Jahr ist für sie ihre zehnte Saison auf dem Gipfel. Vom Treffen der mächtigsten Staatenlenker unten im Tal lässt Leitenbauer sich nicht beeindrucken: “Zu uns werden halt weniger Leute hochkommen.” In diesen Tagen führen nur anspruchsvollere Routen als der Königsweg zum Schachen hinauf – entweder durch die Partnachklamm und über den Kälbersteig, durchs Reintal oder von Mittenwald aus.

Ludwig II. entschwand alljährlich zu seinem Geburts- und Namenstag am 25. August in sein Bergrefugium. Während die Bauern auf den umliegenden Gipfeln Freudenfeuer entzündeten, zog er sich in seinen Türkischen Saal zurück. In einem englischen Magazin von 1840 hatte der fernwehkranke Bayer die Abbildung des historischen Saals im Palast von Sultan Selim III. entdeckt und nachbauen lassen.

Mitten im Wettersteingebirge warf sich der König dann in ein Sultansgewand. Seine Diener mussten sich als “Muselmanen” verkleiden, mit Turbanen und klimpernden Ohrringen, mit den Pfauenfedern wedeln, auf Teppich und Kissen herumlungern, Mokka schlürfen, Wasserpfeife rauchen – und vor allem den Mund halten. Kein bayerischer Laut sollte die Illusion zerstören. Wenn Ludwig II. genug hatte, brauchte er nur die Fenster zu öffnen. Schon war er wieder zurück in seinen bayerischen Bergen – und der Realität.

Im August 1885 feierte der Monarch seinen letzten Geburtstag hier oben. In einen schlabbrigen Seidenkaftan gehüllt, erklärte Graf Dürkheim ihm, dass er mittlerweile mit dem Bau seiner Schlösser fast 14 Millionen Mark Schulden habe. Das wollte Ludwig II. nicht hören. Zehn Monate später wurde er entmündigt.

Lammbraten vom eigenen Hof

Auf dem Schachen kann sich inzwischen auch das Fußvolk eine Übernachtung leisten. Allerdings nicht in den königlichen Gemächern, sondern nebenan in Leitenbauers Schachenhaus. 75 Übernachtungsplätze sind zu vergeben: neben drei Matratzenlagern auch acht “Suiten” mit einem, zwei, drei oder vier Betten. Alle sind mit Holz getäfelt, fast so wie die Räume im Königsschloss, nur um einiges kleiner. Dafür kostet die Nacht pro Person nur 17 Euro, während im Edelquartier von Merkel,Obama, Hollande & Co. die 125 Quadratmeter große Summit-Suite laut Internetrate bei 1860 Euro liegt.

“Alles, was im Schachenhaus auf den Tisch kommt, stammt aus unserer eigenen Landwirtschaft”, sagt Andreas Leitenbauer. 60 Lämmer und zwei Ochsen sind das in einem Sommer von Ende Mai bis Anfang Oktober. Seine Familie betreibt unten im Tal einen Bauernhof. Im Hauptberuf ist Leitenbauer allerdings nicht Gastwirt, sondern Bankangestellter. Drei Tage arbeitet er pro Woche bei der Sparkasse. Die restlichen steht er auf dem Schachen am Herd: “Dann kocht der Chef persönlich”, sagt er. “Lammbraten und Tellerfleisch und immer eine frische Rindssuppe.”Gegen ein anderes möchte Andreas Leitenbauer sein Leben nicht mehr tauschen: “Hier oben, das ist der schönste Arbeitsplatz, den man sich vorstellen kann, mit der schönsten Aussicht, die es gibt.” Und inmitten einer großartigen Bergwelt ganz weit weg von politischen Gipfeln.


Informationen: Schachenhaus und Schachenschloss sind 2015 voraussichtlich vom 23. Mai bis 3. Oktober geöffnet. Der Aufstieg über den Königsweg von Elmau aus ist vom 30. Mai bis 9. Juni wegen des G7-Treffens gesperrt. Das Königsschloss kann nur mit einer Führung besichtigt werden. Sie findet täglich um 11, 13, 14 und 15 Uhr statt.

Schachenhaus and Schachenschloss are opened in 2015 presumably from the 23rd May to the 3rd October. The ascent on the king’s way from Elmau is closed from the 30th May to the 9th June because of the G7 meeting. The royal castle can be visited only with a guidance. It takes place daily around 11, 13, 14 and 15 o’clock.

Angela Böhm/srt/abl

Source :  http://www.spiegel.de/reise/deutschland/koenigshaus-am-schachen-die-berghuette-von-koenig-ludwig-ii-a-1036574.html

Retour des chaises à Linderhof

Frisch restaurierte Stühle kehren nach Linderhof zurück /Freshly restored chairs return at Linderhof

Gut ein halbes Jahr dauerte die Restaurierung zweier Stühle aus Schloss Linderhof.
Diese waren im Blauen Kabinett des Schlosses arrangiert. Aufgrund der schweren Lichtschäden der Sitzbezüge aus Seidengewebe wurden die Stühle nun in der Textilrestaurierungswerkstatt in Schloss Nymphenburg restauriert.

Die Fehlstellen wurden mit einem geeigneten und passend eingefärbten Seidengewebe unterlegt und nähtechnisch konserviert. Abschließend wurden die Bezüge noch mit einem transparenten Tüllgewebe abgedeckt, um das Gewebe ausreichend zu schützen.

Anfang Juli sind die Stühle wieder nach Linderhof zurückgekehrt und verleihen dem Kabinett nun wieder seinen gewohnten Charakter.

www.linderhof.de

Conférence

A l’occasion de l’anniversaire de naissance de Louis II, une conférence sur les derniers jours du roi à Hohenschwangau est donnée le 23 août au musée des rois de Bavière à Hohenschwangau. Entrée 5 euro.

On the occasion of the  birthday of Ludwig II, a conference on the last days of the king in Hohenschwangau is given on August 23rd to the museum of kings of Bavaria to Hohenschwangau. Price 5 euro.

Veranstaltung in Schwangau

23.08.2015 18:00

“Ludwigs letzte Tage in Hohenschwangau”, Museum


“Ludwigs letzte Tage in Hohenschwangau”, Vortrag von Dr. Gerhard Immler im Museum der bayerischen Könige; Eintritt: 5 Euro

170ème anniversaire de la naissance de Louis II

cygne

Le 25 août 2015 célébrera le 170ème anniversaire de la naissance de Louis II de Bavière. De nombreuses manifestations sont prévues. Pour le moment, seul le château de Linderhof a mis en ligne des infos à ce sujet. Le programme sera publié ultérieurement.

August 25th, 2015 will celebrate the 170th anniversary of Ludwig II’s birth. Numerous demonstrations are planned. For the moment, only the castle of Linderhof has put on-line information on this matter. The program will be later published.

Lien utile/Useful link :

http://www.schlosslinderhof.de/deutsch/aktuell/veranst.asp

Aktuelle Informationen aus Linderhof

Veranstaltungen in Schloss und Park Linderhof

Dienstag,

25. August 2015

König Ludwig-Nacht
zur Feier des 170. Geburtstages König Ludwigs II. von Bayern

Veranstalter: Schloss- und Gartenverwaltung Linderhof,Tel. (0 88 22) 92 03-0
www.linderhof.de

Les 150 ans de la gare de Possenhofen

150 Jahre Bahnhof  : Possenhofen Königlicher Haltepunkt

150 Jahre Bahnhof Possenhofen
Museumsleiterin Rosemarie Mann-Stein führt die Festgäste durch die Geschichte des Bahnhofs Possenhofen.

(Foto:Franz Xaver Fuchs)

Vor 150 Jahren wird der Bahnhof Possenhofen eingeweiht, der heute noch an Kaiserin Sisi erinnert

Von Sylvia Böhm-Haimerl, Possenhofen

 

Wenn Kaiserin Elisabeth von Österreich am Bahnhof Possenhofen ankam, um das Schloss zu besuchen, in dem sie ihre Jugendjahre verbracht hatte, war das ein großes Fest für die Pöckinger. Der Bahnhof war voller Menschen, die Kinder brachten der Kaiserin Blumen, und sie verteilte Bonbons. Einmal ließ ihr Cousin König Ludwig II. sogar das gesamte Bahnhofsgebäude mit Lilien schmücken, den Lieblingsblumen der Kaiserin. Am 1. Juli 1865, also genau vor 150 Jahren, wurden die Bahnstrecke von Starnberg nach Penzberg sowie die baugleichen Bahnhöfe Possenhofen und Feldafing eingeweiht. Grund genug für das Kaiserin Elisabeth Museum im Bahnhof Possenhofen, das Jubiläum gebührend zu feiern, zumal auch der Förderverein vor zehn Jahren gegründet wurde und die Sammlung des Antiquars Paul Heinemann damals offiziell ein Museum der Gemeinde Pöcking wurde.

Die Pöckinger lieben ihren Bahnhof. Noch heute ist er stark frequentiert. Dennoch ist laut Bürgermeister Rainer Schnitzler auch noch nach 150 Jahren der Umstand “ein Stachel im Pöckinger Fleisch”, dass der Bahnhof in Pöcking steht, die Haltestelle aber Possenhofen heißt. Bis heute hätten sich die Menschen nicht daran gewöhnt, sagte der Rathauschef. Wie er berichtete, hatte es deshalb vor mehr als 40 Jahren eine Initiative gegeben, den Bahnhof in Pöcking-Possenhofen umzubenennen. Die Bahn hätte es genehmigt, wenn die Gemeinde die Kosten trägt. Doch die Pöckinger hatten damals kein Geld. Heute ist die Gemeinde reich, deshalb gab es vor ein paar Jahren einen neuen Vorstoß. Im digitalen Zeitalter aber wäre der Name zu lang gewesen, und aus der Umbenennung wurde wieder nichts.

Dennoch sei der Bahnhof immer ein Treffpunkt für die Menschen geblieben, sagte Museumsleiterin Rosemarie Mann-Stein in ihrem Lichtbilder-Vortrag “Ein Bahnhof im Wandel der Zeit”. Dass die Strecke überhaupt von Starnberg aus verlängert wurde, ist König Max II. zu verdanken. Damals musste die Kohle aus Penzberg zunächst mit Fuhrwerken nach Seeshaupt gebracht, von dort aufs Schiff und in Starnberg in den Zug geladen werden. Durch die Verlängerung der Bahnstrecke wurde der Transport wesentlich vereinfacht. Ein weiterer Grund war, dass der König damals ein Schloss in Feldafing bauen wollte. Der Feldafinger Bahnhof sollte das Entree für das Schloss sein und der Bahnhof in Pöcking für das Schloss Possenhofen. Für beide Bahnhöfe waren prunkvolle Räume für die allerhöchsten Herrschaften geplant.

Als König Max II. starb, hatte sein Nachfolger Ludwig II. kein Interesse mehr an dem Schlossbau in Feldafing. Die Ziegelsteine wurden für den Bau der Bahnhöfe verwendet und die Planungen für einen Prunksaal in Feldafing gestrichen. Possenhofen aber bekam seinen reich verzierten Königssalon. Die älteren Pöckinger können sich noch daran erinnern, wie er im Originalzustand ausgesehen hat mit Seidentapeten in Königsblau und Gold. Wie Fotos beweisen, turnte dort noch1968 der Sportverein. Später wurden die Tapeten von der Bahn durch grüne Papiertapeten ersetzt.

Ludwig II. fuhr mit seinem reich verzierten Salon-Zug, der auch “Versailles auf Rädern” genannt wurde, bis Mühltal oder Starnberg und von da mit der Kutsche weiter nach Schloss Berg. Wie der Autor und König-Ludwig-Kenner Jean Louis Schlim auf Fotos zeigte, waren Ludwigs Salonwagen übrigens nicht reicher verziert als die anderer Könige. In seinem Vortrag “Glanz und Ende König Ludwig II. von Bayern” präsentierte er auch eine neue Version vom Tod des Märchenkönigs, um den sich bis heute viele Legenden ranken. Nach seiner Variante lief der König bei seiner Flucht zum Badehaus von Schloss Berg. Dort wurde er von einem Querschläger aus dem Gewehr eines Wächters getroffen, der aus dem Badehaus Geräusche gehört hatte. Ein Beleg für seine Version sei, dass das Badehaus zwei Tage nach Ludwigs Tod abgerissen wurde, wohl um Beweise zu entfernen. Der Arzt des Königs, Bernhard von Gudden, sei eines natürlichen Todes gestorben, weil ihn der Tod des Königs so aufgeregt habe, meint Schlim.

Le carrosse du roi

Février 2015 :

Restauration du carrosse du roi, exécuté à sa demande en 1871 par Wagmüller.

Ci-dessous l’article original :

Schaurestaurierung im Marstallmuseum

Aktuell wird der Gala-Wagen König Ludwigs II. vor den Augen der Besucher im Marstallmuseum in Nymphenburg restauriert.
Der Wagen ist laut Restauratoren in einem guten Zustand – zwar nicht fahrtüchtig, aber rollbar.

Im ersten Schritt wird, voraussichtlich bis zum Frühjahr, die Fassung gefestigt und gereinigt. Aufgrund der reichen Verzierungen wird die Restaurierung sehr aufwändig. Die Restauratoren rechnen mit mindestens 1000 Arbeitsstunden. Für die Besucher bietet dies eine gute Möglichkeit dem Restauratoren-Team über die Schulter zu schauen und die Veränderungen und Prozesse hautnah mitzuerleben.
Im Anschluss an die Reinigung werden Röntgenaufnahmen gemacht um Informationen über den Zustand der Fahrzeugtechnik zu erhalten. Danach sollen auch die Textilien und Straußenfederbuschen restauriert werden.

Der 1871 fertiggestellte Gala-Wagen ist mit seinem prächtigen Schmuck an den französischen Rokokostil angelehnt. Die wohl nur selten genutzte Kutsche fand 1873 erstmals Verwendung. Ludwig II. stellte das Prunkfahrzeug seinem Vetter, Prinz Leopold von Bayern, anlässlich seiner Hochzeit mit der Erzherzogin Gisela von Österreich zur Verfügung. Das Paar hielt darin nach seiner Vermählung einen festlichen Einzug in München.

Source :
Bayerische Verwaltung der
staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, 2015.

Mort de Louis II

Veranstaltung in Schwangau

12.06.2015 19:00 Alter: -10 days
Kategorie: Veranstaltung, Veranstaltungs-Highlight

Bergfeuer anl. des 129. Todestages von König Ludwig II.

Der bayerische König Ludwig II. wird noch heute in Schwangau ganz besonders verehrt.


Bergfeuer am Branderschrofen

Bei seinem Schlossbau von Neuschwanstein beschäftigte er hunderte von Baufachleuten, Stahlbau-Ingenieure, Fernmeldetechniker, Künstler und Handwerker aus ganz Deutschland und aus Italien. Der Tourismus begann; Hotels und Gastgewerbe zog die rege Bautätigkeit an, Hilfskräfte stellte die nahe dem Schlossbau lebende ländliche Bevölkerung.
Mehr aber wiegt, dass der König zu den hiesigen Bewohnern eine besondere Zuneigung erkennen ließ. Kein Wunder also, dass König Ludwig II. – bis heute – in Schwangau hohe Achtung und Verehrung genießt. Das verleiht den königlichen Gedenk – und Jubiläumstagen eine besondere Bedeutung.
So, wie heuer zum 129. Todestag am 13. Juni. Schwangauer Königsfreunde entzünden am Vorabend des 13. Juni bei trockenem Wetter ein leuchtendes Bergfeuer – ein loderndes Kreuz – in der Felswand am Branderschrofen, oberhalb der Bergstation der Tegelbergbahn.
Am Todestag, den 13. Juni, findet in St. Coloman, der Lieblingskirche des Monarchen, um
19.00 Uhr ein Gedenkgottesdienst statt. Die seit Mai regelmäßig stattfindenden Sonderführungen „Die Königsfamilie in Schloss Hohenschwangau“ erinnern an die Kinderzeit Ludwigs.

Veranstaltungen der „Freunde König Ludwig II.“

Donnerstag 11.06.2015 19.30 Uhr
Vortrag von Alfons Arns “ein Märtyrer der Schönheit” – König Ludwig II. im Film.
Ein “Märtyrer der Schönheit” – König Ludwig II. im Film “Das Schweigen am Starnbergersee” (1920). Vortrag von Alfons Maria Arns mit anschließender Filmvorführung im Schlossbrauhaus. Eintritt: 9,00 €.

Freitag 12.6.2015
Bergfeuer anl. des 129. Todestages von König Ludwig II. auf dem Tegelberg – bei Einbruch der Dunkelheit – (nur bei guter Witterung)

Donnerstag 12.06.2014  20:30 Uhr
„Kaiserin Elisabeth von Österreich – die Möwe am Wiener Hof“, Vortrag von Fabian Spring im Schlossbrauhaus; Eintritt: 6 Euro

Freitag 13.06.2014 19:00 Uhr
Gedenkmesse zum 129. Todestag von König Ludwig II. in der Wallfahrtskirche St. Coloman, gestaltet vom Kirchenchor Waltenhofen.

Samstag 14.06.2014 19:30 Uhr
„Ludwig II. – Die letzten Tage des Königs von Bayern“. Wer war`s? Wie geschah`s? Was war los? Vortrag von Erich Adami im Schlossbrauhaus. Eintritt: 6 Euro

Sourcehttp://www.schwangau.de/aktuelles


 

A Berg :

Gedenkmesse für Ludwig II.

Zum Todestag von König Ludwig II. am 13. Juni 1886 findet alljährlich eine Gedenkmesse in der Votivkapelle statt.

Die Vereinigung Ludwig II. Deine Treuen hält alljährlich am Sonntag nach dem Todestag des Märchenkönigs eine Gedenkmesse ab in der Votivkapelle im Schlosspark Berg am Starnberger See. Anschließend finden Ansprache und Kranzniederlegung an der Gedenksäule statt.

2015 findet die Messe am Sonntag, 14. Juni um 10.30 Uhr statt.

Sourcehttp://www.sta5.de/veranstaltungen/highlights/ludwig-ii-gedenkmesse.html


 

König Ludwig II.Unvergessen und missverstanden