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Sa vie son oeuvre

Archives mensuelles : juillet 2018

Exposition : Or Royal en Bavière

Kelch und Kordel von König Ludwig II.

 | Lesedauer: 2 Minuten
Markus Söder bei der Ausstellung
Markus Söder bei der Ausstellung « Bayerns Gold ». Foto: Daniel Karmann

Nürnberg (dpa/lby) – Münzen, Pokale, Textilien: Eine Ausstellung in einem 21 Meter langen nachempfundenen Goldbarren beschäftigt sich mit der Geschichte des Edelmetalls in Bayern. Hier werde «zusammengetragen, was insgesamt da ist an Schätzen», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Eröffnung der Ausstellung am Freitag in der Nürnberger Kaiserburg.

Etwa 80 Exponate sind in dem Barren aus reflektierendem Acrylglas zu sehen. Der Besucher durchläuft fünf Themenräume, die sich zum Beispiel mit Handwerkskunst oder der Förderung von Gold beschäftigen. «In der Geschichte der Menschheit wurden etwa 180 000 Tonnen Gold gefördert», sagte Katharina Heinemann, die die Schau konzipiert hat. Damit könnten weltweit noch etwa 50 000 Tonnen des Metalls abgebaut werden. In einem Film wird die Herstellung von Blattgold gezeigt. Tafeln informieren über den vergeblichen Versuch, das Edelmetall künstlich herzustellen.

Eines der Ausstellungsobjekte erinnert an einen mit goldenen Eiern verzierten Kelch. Er wurde um das Jahr 1500 in Nürnberg gefertigt. Später wurde ein venezianischer Bergkristallbecher eingesetzt, in dem sich Dornen aus der Krone Christi befinden sollen. Und eine vergoldete Kordel mit Quaste stammt aus dem Arbeitszimmer von König Ludwig II. Er klingelte damit um 1880 nach seinen Dienstboten

Der Freistaat investiert aktuell 23 Millionen Euro in die Sanierung und den Umbau der Kaiserburg.

Source : https://www.welt.de/regionales/bayern/article178893412/Kelch-und-Kordel-von-Koenig-Ludwig-II.html

Les haltes gourmandes de Louis II dans l’Allgaü…

REISE

SÜDLICHES ALLGÄU IM FÜSSENER LAND AUF DEN SPUREN DER WITTELSBACHER UM „KINI“ LUDWIG II. / DIE REGION BESTICHT DURCH EINE ANGEBOTSVIELFALT, DIE ZU ERKUNDEN SICH LOHNT

Ein Märchenkönig mit Vorliebe für Gockel

Das Füssener Land, im südlichen Allgäu, ist längst mehr als nur ein touristischer Geheimtipp – ein Flecken, um dem Alltagsstress zu entfliehen. Wie dies einst schon die Wittelsbacher getan haben.

Neuschwanstein, Linderhof, Herrenchiemsee – historische Stätten, die eng mit dem Geschlecht der Wittelsbacher, speziell Ludwig II., verknüpft sind. Allerdings auch Orte, die vor allem in der Urlauber-Hochsaison regelrecht überlaufen sind und die man deshalb gerade in diesen Zeiten meiden sollte, da man sonst Gefahr läuft, „durchgeschoben“ zu werden, ohne wirklich etwas zu erfahren. Doch es gibt weitere Gelegenheiten, sich auf die Spuren des Märchenkönigs zu begeben.

Ab ins Museum der Könige

So zum Beispiel direkt unterhalb von Neuschwanstein – nämlich im 2011 neu eröffneten Museum der bayerischen Könige in Hohenschwangau. Hier bekommt der Besucher tolle Einblicke in die Geschichte der Wittelsbacher – von den Anfängen bis ins Hier und Jetzt. Der Fokus dieser interessanten Ausstellung liegt freilich auf König Maximilian II., der Schloss Hohenschwangau zur Sommerresidenz ausgebaut hat, und seinem Filius, König Ludwig II., Erbauer von Schloss Neuschwanstein. Die Schau hebt sich auch deswegen von vielen anderen ab, weil hier modernste, interaktive Museumstechnik und raumgreifende Inszenierungen zum Einsatz kommen.

Im Füssener Land, einer äußerst facettenreiche Region, hat der Märchenkönig an vielen Stellen seine Spuren hinterlassen – auch an solchen, die nicht weithin bekannt sind. So etwa in Eisenberg beim „Gockelwirt“ (www.gockelwirt.de), wie Michael Steinacher, der das traditionsreiche Haus bereits in der fünften Generation führt, wissen lässt. „Ja, es stimmt, dass kein Geringerer als Märchenkönig Ludwig II. des Öfteren hier verweilte.“ Und zwar unter der mächtigen rund 350 Jahre alten Linde, die unübersehbar vor dem Haus steht und dem Biergarten an heißen Sommertagen Schatten spendet.

Die Landschaft genossen

Wenn der König mit seinem Gefolge dann mal wieder Lust verspürte, den Zauber und die Natur der Allgäuer Alpen mit dem malerisch gelegenen Forggensee zu genießen, „dann hat er hier bei uns immer wieder mal Station gemacht und die Landschaft genossen“, erzählt Michael Steinacher weiter. Und nicht selten habe der „Kini“ sich auch jene Spezialität gegönnt, für die das Haus bis auf den heutigen Tag so berühmt ist – einen der knusprigen Gockel (hochdeutsch: Hähnchen). Und Ludwig ließ sich keinesfalls lumpen. Denn als Gastgeschenk erhielt Max Steinacher, einer der Vorfahren des heutigen Geschäftsführers Michael Steinacher, 1864 von dem gerade mal 21 Jahre alten Adeligen einen wertvollen Siegelring mit der Inschrift „Zum Andenken an König Ludwig II“.

Was Königen schmeckt, mundet auch der Allgemeinheit. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Gockel weggehen sprichwörtlich wie die warmen Semmel. Selbst der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel, im nahen Seeg zu Hause, lässt es sich nicht nehmen, immer wieder mal vorbeizuschauen, um die Spezialität zu genießen.

Wen es zu den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau zieht und dennoch dem ganz großen Trubel entgehen möchte, kann dies gewissermaßen auch über die „Hintertür“ – nämlich via „Fürstenstraße, zwischen Pinsgau/Tirol und Hohenschwangau gelegen. Bereits vor 180 Jahren durch Kronprinz Maximilian von Bayern realisiert, bekam der an diesem Weg liegende Gutshof „Zum Schluxen“ 1853 eine Lizenz zum Bier- und Branntweinausschank – mit weitreichenden Folgen. Königin Marie war hier nämlich in schöner Regelmäßigkeit mit ihren Söhnen König Ludwig II. von Bayern und König Otto I. von Bayern zu Gast und bewohnte gar ein eigenes Zimmer im Gutshof. Hier war der rechte Ort, um die Berge der Region zu erwandern, darunter Säuling oder Thaneller.

Oftmaliger Besuch

Vor allem der Märchenkönig Ludwig besuchte den „Schluxen“ sehr oft. Und ließ den Wirtsleuten für ihre große Gastfreundschaft einen Ofen als Geschenk zukommen, der noch heute dort zu bestaunen ist.

Und auch die Fürstenstraße gibt es bis auf den heutigen Tag. Sie ist inzwischen aber eine gleichermaßen malerische und beliebte Rad- und Wanderroute hin nach Neuschwanstein. Trotz allem ein echter Geheimtipp.

Nicht nur der Königsfamilie hat’s einst im südlichen Allgäu sehr gefallen. Bis auf den heutigen Tag hat die Region nichts von ihrer großen Anziehungskraft verloren. Ihr Pfund, mit dem die Region wuchert, ist die Vielfältigkeit, mit der sie die Touristen verwöhnt.

Im Allgäu findet jeder die richtige Beschäftigung für sich, um den Urlaub gleichermaßen abwechslungsreich, erholsam und erlebnisreich zu gestalten. Nicht umsonst trifft man hier im Gebiet von Füssen, Pfronten und Nesselwang im Sommer wie im Winter Gäste jeden Alters.

Allerhand im Angebot

Ob Erholungssuchender, sportlich Aktiver, Kunst- und Kulturinteressierter oder Gourmet – das südliche Allgäu (mit dem angrenzenden Tiroler Bezirk Reutte) bietet allerhand, um im Urlaub nicht einfach so „rumhängen“ zu müssen.

Ganz im Gegenteil, die Angebotsvielfalt ist so groß, dass selbst ein zweiwöchiger Aufenthalt kaum ausreicht, um auch nur einen Bruchteil dessen zu genießen, was sich vor Ort den Gästen alles offenbart. Deswegen kommen viele gerne wieder in diesen schönen Flecken Erde.

La chapelle votive restaurée

Votivkapelle am Starnberger SeeDes Königs Himmel

Berg Votivkapelle König Ludwig Gedenkmesse
In der 22 Meter hohen Kuppel ist die Gottesmutter Maria zwischen Palmen sitzend abgebildet und die acht Patronen der bayerischen Diözesen. Die Seitenkuppeln sind tiefblau hinterlegt.

(Foto: Nila Thiel)

Vier Jahre lang lässt der Wittelsbacher Ausgleichsfonds das Gotteshaus zum Gedenken an Ludwig II. in Berg aufwendig restaurieren – und erhält dafür die Denkmalschutzmedaille.

Von Peter Haacke

Bis heute ranken sich um die ungeklärten Todesumstände von König Ludwig II.am 13. Juni 1886 zahlreiche Gerüchte. Zum Gedenken an den mysteriösen Tod ist an jener Stelle des Starnberger Sees, wo des Königs Leichnam gefunden wurde, ein Kreuz im seichten Wasser aufgestellt und am steilen Ufer eine Gedächtniskapelle erbaut. Das 1900 fertiggestellte Gebäude war in den vergangenen vier Jahren umfassend renoviert worden. Jetzt erhielt der Wittelsbacher Ausgleichsfonds (WAF) für die behutsame und vorbildliche Sanierung der Kapelle Sankt Ludwig die Denkmalschutzmedaille des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst im Landesamt für Denkmalpflege.

« Wir schätzen die Auszeichnung, die für den Auftrag des WAF steht, das ihm anvertraute kulturelle Erbe des Hauses Wittelsbach zu bewahren und zu erhalten », sagt Michael Kuemmerle, Vorsitzender der Geschäftsführung des Ausgleichsfonds. Und Andreas von Majewski, Leiter der Inventarverwaltung der Stiftung, ergänzt: « Die Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten an der Votivkapelle sind ein mustergültiges Beispiel für Kunst- und Bauwerkerhalt im Sinne des Denkmalschutzes. »

Ein erfahrenes Team von rund 35 Restauratoren, Steinmetzen und anderen Handwerkern, Architekten sowie ein Bauchemiker und ein Statiker hatten in den vergangenen vier Jahren die von Prinzregent Luitpold von Bayern 1896 in Auftrag gegebene Gedächtniskapelle restauriert. Sie reparierten unter anderem das Anfang des 20. Jahrhunderts ergänzte Blechdach und dichteten es ab. Insgesamt rund 600 Meter filigrane Verfugungen der Fassade wurden wiederhergestellt, die durch Witterungseinflüsse über die Jahrzehnte spröde geworden waren. Die Experten tauschten defekte Gläser an den Fenstern und erneuerten die Portale. Den größten Teil der Arbeiten aber machte die Sanierung der Malereien im Inneren der Kapelle aus.

« Wir haben unterschiedliche Bindemittel eingesetzt, die mit den jeweiligen vorhandenen Stoffen funktionieren, um Oberflächen zu reinigen, Putz und Malschicht zu sichern, zu festigen und Fehlstellen zu ergänzen », erläutert Klaus Klarner, Projektleiter der Restauration. Dabei erfolgten die Arbeiten stets in engem Austausch mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Nicht jede der heute technisch umsetzbaren Möglichkeiten sei nachhaltig im Sinne des Denkmalschutzes. « Daher haben wir uns bei der Auswahl der Materialien am Gebäude orientiert und mithilfe eines Bauchemikers wissenschaftlich prüfen lassen, welche Werkstoffe langfristig geeignet sind », sagte Klarner. Dem Gebäude hatte vor allem die Feuchtigkeit zugesetzt: « Bedingt wird die hohe Feuchtigkeit im Inneren vor allem durch Undichtigkeiten im Bauwerk, das vorherrschende Klima und die Lage der Votivkapelle nahe des Ufers am Starnberger See, umgeben von zahlreichen Bäumen », erklärte Martin Spaenle, leitender Architekt vom Architekturbüro Spaenle in München.

Das Ergebnis der Sanierung kann sich durchaus sehen lassen. Die durch Wind, Wetter und Feuchtigkeit an vielen Stellen hinweg arg in Mitleidenschaft gezogene 32 Meter hohe Kapelle, die einst nach Plänen von Hofoberbaurat Julius Hofmann im byzantinisch-neoromanischen Stil in vier Jahren Bauzeit auf Veranlassung von Prinzregent Luitpold errichtet wurde, erstrahlt nun wieder in altem Glanz – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die Restauratoren bemühten sich, so viel Substanz wie möglich zu erhalten. Die Kapelle sei zwar auf solidem Betonfundament errichtet, doch ein Materialmix innen wie außen habe die Fachleute vor besondere Herausforderungen gestellt, so Spaenle. Zudem fanden die Sanierer am Gebäude Spuren von Sanierungsarbeiten, die nach heutigen Kriterien nicht immer fachgerecht ausgeführt worden waren. Die letzte umfangreichere Reparatur der Gedenkstätte datiert aus den 20er-Jahren. Insbesondere die wiederhergestellten und konservierten Wand- und Deckenmalereien faszinieren nun wieder die Besucher. Die Sanierung finanzierte der WAF ausschließlich aus Eigenmitteln. Wie hoch die Kosten dafür sind, bleibt jedoch Geheimnis der Stiftung. Die Kapelle, alljährlich auch Treffpunkt der « Königstreuen », die sich am Todestag von Ludwig II. zum Gedenkgottesdienst in der Votivkapelle versammeln, ist von April bis Oktober (9 bis 17 Uhr) zu besichtigen.

Source : http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/votivkapelle-am-starnberger-see-des-koenigs-himmel-1.4036043