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Sa vie son oeuvre

Archives mensuelles : mai 2017

la restauration du Torbau à Neuschwanstein commence

Neuer Torbau für « Kini’s » Wahrzeichen

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GEDA Höhenzugangslösungen erneut am Schloss Neuschwanstein in Füssen im Einsatz

(PresseBox) (Asbach-Bäumenheim, ) Bereits seit Oktober 2016 wird am Schloss Neuschwanstein wieder gewerkelt. Knapp fünf Jahre nach der letzten großen Renovierung stehen nun weitere Sanierungsarbeiten auf dem Plan: Der eindrucksvolle Torbau verschwindet für viele Monate hinter Gerüsten. Eine Transportbühne und ein Seilaufzug des bayerischen Herstellers GEDA-Dechentreiter GmbH & Co. KG sind in königlicher Mission als Transporthelfer unterwegs.

Das Schloss Neuschwanstein gehört zu den meistbesuchten Schlössern und Burgen Europas. Während der Hauptsaison im Sommer drängen sich täglich mehr als 6.000 Besucher durch Räume, die ab dem Jahr 1869 für einen einzigen Bewohner erbaut wurden. Der bayerische König Ludwig II., oftmals auch als Märchenkönig betitelt, hat sich mit der „Neuen Burg“ – so der damalige Name Neuschwansteins – ein Denkmal für die Ewigkeit geschaffen. Mittelalterliche Formen prägen die Architektur des Schlosses, welches aber schon damals unter Verwendung modernster Technik erbaut wurde. Bereits sieben Wochen nach dem Tod des Monarchen wurde dessen Schloss im Jahr 1886 öffentlich für Besucher zugänglich gemacht.

Raues Bergklima setzt der Fassade zu

Die Lage Neuschwansteins, umgeben von einer idyllischen Seen- und Berglandschaft mit traumhaftem Panorama, ist einzigartig. Keine Frage, Ludwig II. hat bei der Wahl des Standortes für sein Märchenschloss zweifelsohne Geschmack bewiesen.

Doch die majestätische Lage des Schlosses hat auch ihre Schattenseiten. Das raue Bergklima macht den Kalksteinfassaden und der Dachkonstruktion stark zu schaffen. Auch Bewegungen im Fundamentbereich müssen ständig überwacht und die steilen Felswände kontinuierlich gesichert werden. Immer wieder finden daher Sanierungsarbeiten am altehrwürdigen Gemäuer statt. Bereits 2012 wurden die Natursteinmauern der West- und Nordfassade aufwändig renoviert. Diesmal ist mit der Sanierung des Torbaus der Eingangsbereich des Märchenschlosses an der Reihe. Der Torbau ist der älteste Teil des Schlosses und gleichzeitig der Zugang zum imposanten Innenhof.

Wie die bayerische Schlösserverwaltung bekanntgibt, erfolgt die aktuelle Sanierung in mehreren Etappen. Den vergangenen Winter über wurden vom Gerüst aus die Schäden an den Fassaden und Dachflächen lokalisiert, dokumentiert und das notwendige restauratorische Vorgehen beschlossen. Seit dem Frühjahr laufen nun die eigentlichen Arbeiten – die Sanierung der Fassadenflächen des Torbaus, die statische Sanierung von Teilen der Decken- und Dachkonstruktionen und eine Erneuerung der Blecheindeckung der Pultdächer.

Die außergewöhnliche Lage sowie die Tatsache, dass das Schloss ganzjährig besichtigt werden kann, stellt alle an den Sanierungsarbeiten beteiligten Unternehmen vor immense Herausforderungen.

Das zuständige Gerüstbauunternehmen, die BSB Bau- und Spezialgerüstbau Franke & Wagner GmbH aus Schmölln, ist unter anderem auf Baudenkmäler spezialisiert und errichtete bereits Anfang Oktober 2016 ein Arbeits- und Schutzgerüst mit dem „Peri Up Flex“-Modulgerüstsystem. Wie auch bei den Sanierungsarbeiten 2012 greifen die Spezialisten von BSB Bau- und Spezialgerüstbau Franke & Wagner GmbH auch bei den aktuellen Arbeiten auf eine Transportbühne des bayerischen Herstellers GEDA-Dechentreiter GmbH & Co. KG zurück. Die Restaurateure erreichen so zügig und sicher – mitsamt ihrem benötigten Material – ihren Arbeitsplatz in luftiger Höhe.

Märchenhafte Vorteile

Die Transportbühne GEDA 500 Z/ZP ist sowohl für den zügigen Gerüstaufbau als auch für die nachfolgenden Arbeiten ein unverzichtbarer Helfer auf der Baustelle. Mit zwei separaten Steuerungen ausgestattet, kann das Gerät zum einen als reiner Bauaufzug mit einer Nutzlast bis 850 kg und zum anderen als Transportbühne für fünf Personen und Lasten bis zu 500 kg bzw. fünf Personen genutzt werden. Durch den geringen Platzbedarf, die hohe Tragfähigkeit und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten spart der Bauaufzug Zeit und garantiert eine optimale Logistik am Bau. Mit einer Hubgeschwindigkeit von 24 m/min im Material- und 12 m/min im Personenmodus ist ein zügiger Baufortschritt garantiert. Die Förderhöhe am Königsschloss in Füssen beträgt 23 Meter.

Keine Baustelle gleicht der anderen – das gilt vor allem für Sanierungsarbeiten an solch eindrucksvollen Kulturdenkmälern wie dem Schloss Neuschwanstein. Deshalb erlauben unterschiedliche Bühnenvarianten mit verschiedenen Ladetüren und –klappen eine optimale Anpassung des GEDA 500 Z/ZP an die Bedingungen vor Ort. Die geräumige, nach oben offene Lastbühne bietet genügend Platz für sämtliche Arten von Baumaterialien.

Darüber hinaus verblüfft die Transportbühne durch ihre einfache Montage und Bedienung: der praktische Montagesteg erlaubt einen sicheren und zügigen Aufbau der 1,5 Meter langen GEDA Unimast-Segmente sowie deren Verankerung an der Fassade bzw. am Gerüst, direkt aus der Bühne heraus bis zu 100 m Höhe. Ohne Kranhilfe können die Maste mit unverlierbaren Schrauben und gesicherten Muttern schnell aufgesetzt werden.

Damals wie heute: modernste Mittel

Schon seit Jahrzehnten setzt GEDA nicht nur in puncto Qualität, sondern auch beim Thema Sicherheit neue Maßstäbe. So ist selbstverständlich auch der GEDA 500 Z/ZP mit den üblichen Sicherheitseinrichtungen wie Endschaltern, geschwindigkeitsabhängiger Fangvorrichtung, Sicherheitsstopp und Überlastabschaltung ausgestattet. Ein breites Sortiment an feuerverzinkten Etagensicherungstüren sorgt für den gefahrlosen Übertritt zwischen Bühne und der jeweiligen Etage.

Wie bei vielen Zahnstangenaufzügen aus dem GEDA-Sortiment ist auch beim GEDA 500 Z/ZP die sogenannte Schmiereinrichtung serienmäßig enthalten, die für deutlich geringeren Verschleiß der Zahnstangen und Ritzel sorgt.

Neben der Transportbühne kommt ein Seilaufzug GEDA Maxi 120 S am Schloss Neuschwanstein zum Einsatz. Mit zwei Hubgeschwindigkeiten (20 bzw. 60 m/min), Überlastschutz und Schlaffseilschalter, einer Förderhöhe von 76 Metern sowie den vielfältigen Lastaufnahmemitteln ist dieser Gerüstbauaufzug der ideale Helfer für den rationellen und trotzdem sicheren Transport von Gerüstteilen und Baumaterial bis 120 kg.

Der handliche Antrieb der Seiltrommel wird nicht nach oben transportiert, sondern einfach unten am Gerüst befestigt. Der leichte Schwenkarm wird oben in der gewünschten Höhe am Gerüst angebracht.

Unzählige Mythen ranken sich um König Ludwig II., doch eines ist sicher: hätte der bayerische Monarch damals schon gewusst, mit welch hohem und professionellen Aufwand sein Märchenschloss bereits über viele Generationen hinweg instandgehalten wird – der technikinteressierte König wäre sicher begeistert gewesen.

Nominierung zum UNESCO-Weltkulturerbe

Unter dem Vorschlagstitel „Gebaute Träume – Die Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee des Bayerischen Königs Ludwig II.“ wurden die Königsschlösser zum 1. Februar 2015 in die deutsche Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe eingetragen. Zum 1. Februar 2022 soll dann, nach derzeitigem Kenntnisstand, die Nominierung der Königsschlösser zum UNESCO-Weltkulturerbe erfolgen.

Bis Herbst 2017 wird das Märchenschloss des „Kini“, wie die Bayern König Ludwig II. nennen, aber wohl noch hinter Gerüsten verschwinden, bevor es sich wieder in seiner ganzen Pracht den Besuchern aus aller Welt präsentiert. Der nächste Sanierungsabschnitt steht allerdings bereits auf dem Plan: Bis Herbst 2018 wird die Stützmauer der Neuschwansteinstraße im Bereich zwischen Schlossvorplatz und dem Torbau eingerüstet, denn auch hier ist eine Natursteinsanierung sowie der Austausch der bestehenden Mauerabdecksteine notwendig.

GEDA-Dechentreiter GmbH & Co. KG

Der Name GEDA steht in der Baumaschinenbranche und auf Baustellen weltweit seit über 85 Jahren für einzigartige Qualität und Know-How made in Germany. Über die Jahrzehnte hinweg hat das Unternehmen eine umfangreiche Produktpalette entwickelt: Von kompakten 60 kg Seilaufzügen für Handwerker über vielseitige Transportbühnen bis hin zu Personen- und Materialaufzügen – das GEDA Sortiment könnte nicht breiter aufgestellt sein. Hinzu kommt der Produktbereich der Fassadenbefahranlagen sowie Industrieaufzüge für den permanenten Einsatz in Kraftwerken, Zementwerken, Offshoreanlagen, etc.

Source : https://www.pressebox.de/inaktiv/geda-dechentreiter-gmbh-co-kg/Neuer-Torbau-fuer-Kinis-Wahrzeichen/boxid/854209

Neuschwanstein : quand la sculpture ressuscite le rêve du roi

Steine klopfen bis der Scheich kommt

Der Extrem-Steinschnitzer Thomas Doneis baut das Schloss Neuschwanstein aus einem 21-Tonnen-Sandsteinblock – für rund 1,5 Millionen will er es verkaufen

Thomas Doneis mit Schloss Neuschwanstein

Sein „Lebensprojekt“: Thomas Doneis mit dem Schloss Neuschwanstein. Foto: Julius Busse

Türkisblaues Wasser, ein Berg, voll bewachsen mit Tannen. Mittendrin erhebt sich ein anmutiges Schloss, dass schöner ist, als in jedem Disney-Film. Es ist das Schloss Neuschwanstein, erbaut von „Märchenkönig“ Ludwig II. von Bayern. Das Schloss ist eines der weltweit bekanntesten Besuchermagneten in Deutschland und wird vor allem von US-amerikanischen und asiatischen Reisegruppen stark frequentiert. 2019, zum 150. Jubiläum, soll das Schloss in Füssen im Ostallgäu enthüllt werden. Der Braunschweiger Steinschnitzer Thomas Doneis (49) begann vor zwei Jahren sein „Lebensprojekt“: Aus einem einzigen, riesigen, 21 Tonnen schweren Block Sandstein will er das Schloss detailgetreu im Maßstab 1:62 nachmeißeln. Das Werk soll nach Fertigstellung für mindestens 1,5 Millionen Euro verkauft werden, womöglich an einen Scheich oder einen reichen Chinesen. Ein Drittel der Einnahmen will Doneis an sozial Bedürftige spenden. Im Gespräch erzählt er, von der Ursprungsidee, von seinem sozialen Engagement und von dem Druck des alltäglichen Schaffens.

Thomas, wie bist du darauf gekommen, ausgerechnet das Schloss Neuschwanstein aus Stein zu meißeln?
Angefangen hat es 2015 im April, als ich auf eine Edelstein-Messe in München eingeladen war. Da habe ich überlegt, was ich interessantes auf so einer Messe ausstellen könnte. Die Idee, das Schloss nachzubauen kam im Gespräch mit dem Veranstalter der Messe. Ich hatte ohnehin überlegt so eine Art Lebensprojekt zum Abschluss meiner Karriere zu machen, ein soziales Projekt. Da ist es schwierig irgendwas zu machen, was auch verkaufbar ist. Ich habe viele Skulpturen gemacht, aber noch nie so ein großes Projekt.

Bei Schloss Neuschwanstein habe ich mich dann erst Mal mit Zahlen beschäftigt: Wie bekannt ist das Schloss? Wie viele Besucher hat es jeden Monat? Gibt es Leute die eine Kopie davon kaufen würde? Ich selbst muss sagen, dass ich das Schloss vorher gar nicht kannte. Aber es hat sich herauskristallisiert, dass das Schloss mit 12.000 Besuchern am Tag und vielen Menschen aus dem Ausland, die einen Bezug dazu haben perfekt geeignet ist, um damit Geld für soziale Projekte zu bekommen.

Turm_Neuschwanstein_Doneis

So detailliert wie der Turm, soll später das ganze Millionenprojekt aussehen. Foto: Julius Busse

Warum ist dir das so wichtig, mit der Skulptur Geld für sozial Bedürftige zu verdienen?
Für mich ist es wichtig, dass man etwas macht im Leben, das anderen Menschen hilft. Ich will als Künstler nichts machen nur für mein Ego, sondern auch für die Allgemeinheit. Deshalb will ich ein Drittel der Einnahmen spenden, auch wenn sich dann bei sagen wir 1,5 Millionen Euro die vier Jahre Arbeit kaum finanziell gelohnt haben.

An wen sollen die Spenden gehen? Hast du Kontakte zu Organisationen?
Die Spenden berechnen sich aus einem Drittel des Erlöses abzüglich der Materialkosten und den laufenden Kosten. Meine Vision ist, dass man sich dann mit der Gruppe „Kunst trifft Soziales“, die ich habe, zusammensetzt und mehrere einzelne Ziele heraussucht und das Geld dann eins zu eins überreicht. Wir wollen Organisationen vermeiden, weil ich nicht möchte, dass das Geld in der Verwaltung versickert. Deshalb geht es dann direkt, zum Beispiel an Kinder die chronisch krank sind, wo die Versicherung es nicht zahlt, an Schulen, an sozial schwache Familien. Wenn ich zum Beispiel jemanden unterstützen, kann eine Lehre oder Ausbildung zu machen oder Obdachlose dadurch von der Straße weg kommen, wäre das sehr schön.

Schloss Neuschwanstein_Doneis_von links

Die Arbeiten an dem spektakulären Sandstein-Kunstwerk schreiten weiter voran. Foto: Julius Busse

Woher kommen deine potentiellen Käufer? Hast du schon Interessenten?
Interessenten habe ich noch nicht. Die Käufer kommen wohl eher aus dem Ausland. Ich war im Staatsministerium von München eingeladen. Potentielle Käufer sind eher Scheiche aus dem arabischen Raum, vielleicht Prinzen aus Thailand oder reiche Leute aus den USA und Japan und generell Asien. Da gibt es genügend Leute, die das sofort kaufen würden. Zur Zeit ist das Projekt noch nicht weit genug, um verkauft zu werden. Die Leute sehen bisher nur einen Steinblock, aber ich kann das Schloss schon vor mir sehen. Wenn 2019 das 150. Jubiläum des Schlosses gefeiert wird, hoffe ich, dass auch ein paar potentielle Mäzene vor Ort sein werden, das würde vieles leichter machen.

Wie bist du vorgegangen, als du das Schloss in Angriff genommen hast?
Angefangen hat es im Prinzip direkt nachdem ich mich für Neuschwanstein entschieden hatte. Da ging es darum zu entscheiden, wie groß die Miniatur überhaupt werden kann, welche Steine verfügbar sind und so weiter. Dann habe ich ein paar Skizzen gemacht, habe im Prinzip meine ganzen bisherigen Skulpturen zu Spottpreisen verscherbelt, um an Geld zu kommen. Ich habe mir ein Auto geliehen und bin losgefahren zum Schloss und nach München. Dann war ich bei der Schlösser- und Seenverwaltung von Bayern, habe vom Schloss Fotos gemacht und viel recherchiert. Da war ich drei Wochen unterwegs. Am Ende war ich im Steinbruch in Trier und habe Steine rausgesucht, die dafür geeignet sind. Der Eigentümer des Steinbruchs war von der Idee so begeistert, dass er mir den Stein gespendet hat. Es musste überhaupt erst mal ein Stein der richtigen Größe gefunden werden. Der wurde dann in Luxemburg zugeschnitten, weil das in Deutschland keiner kann. Das Logistik-Unternehmen Schenker hat den Stein dann zu mir gebracht. Dafür bin ich sehr dankbar.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus? Welche Probleme hast du?
Das ist ein Vollzeitjob. Bei mir gibt es keine Uhrzeiten. Ich muss gut drauf sein und mich konzentrieren können. Da sind die Arbeitszeiten sehr unterschiedlich. Das meißeln macht meinem Körper ziemlich zu schaffen: Da tut nicht nur der Rücken weh, man atmet ja auch den Staub ein und das Quarz kommt in die Augen, das ist im Prinzip wie feine Glassplitter. Eine Schutzbrille oder Staubmaske kann ich nicht tragen, weil die sofort beschlägt, das macht das Arbeiten unmöglich.

Momentan bin ich am Eingangsportal tätig, damit die Leute direkt von vorne sehen, wie es mal werden soll. Das ist eigentlich unüblich, weil man sonst alles Schritt für Schritt macht. Ich muss die Leute aber erst mal begeistern und das geht nur, wenn man sich vorstellen kann, was mal daraus wird. Wir sind außerdem ständig am Messen, mit einem Kollegen, weil wir noch etlichen überschüssigen Stein wegschneiden müssen. Ich arbeite für vier Jahre an dem Projekt, da ist es wichtig das meine Unterstützer auch am Ball bleiben. Nicht jeder hat die Ausdauer, die ich habe.

Doneis_Neuschwanstein_Frontal

Der Eingang des Schlosses ist als nächstes dran. Bei der Arbeit ist jeder kleine Fehler fatal. Foto: Julius Busse

Was ist die größte Herausforderung an dem Projekt?
Das schwierigste kommt erst noch. Wenn ich die Details an den Türmen und im Innenraum mache, dann muss ich im Prinzip über dem Stein schweben. Was aber das wirklich schwerste ist, ist die nervliche Belastung: Du darfst dir nie einen Fehler erlauben, weil das Schloss ja aus einem einzigen Stein besteht, wenn da etwas wegbricht, sinkt der Wert rapide. Außerdem hat man nie Feierabend, weil immer irgendwas im Hinterkopf herumgeistert auch wegen des Zeitfensters. König Ludwig II., den Erbauer des Schlosses haben sie für Verrückt erklärt, vielleicht droht mir das auch (lacht).

Weißt du schon, was du machst, wenn du fertig bist?
Nach dem Projekt brauche ich erstmal eine lange Pause, um mich wieder zu erholen. Mein Wunsch ist es danach auch mal was für meine Seele und Familie zu tun, zum Beispiel angeln oder gemeinsam Zeit verbringen, die ich vorher nicht hatte.

Wenn ihr das Projekt weiter verfolgen wollt, folgt Thomas auf seiner Facebook-Seite. Der Link ist hier

Schloss_Neuschwanstein_Zeppelubil

Das echte Schloss Neuschwanstein im südlichen Bayern, gebaut wurde es 1869 für König Ludwig II. Foto: Zeppelinlubil

Source : http://szene38.de/magazin/steine-klopfen-bis-der-scheich-kommt-schloss-neuschwanstein-miniatur/

Restauration du traîneau de Louis II

Pressemitteilung

Hightech im Neo-Rokoko

Restaurierung setzt „Luxus-Schlitten“ König Ludwigs II. wieder in Szene

 

Wie die Bayerische Schlösserverwaltung mitteilt, wird derzeit ein ganz besonderes Restaurierungsprojekt mit Unterstützung der Meitinger-Stiftung im Marstallmuseum in Schloss Nymphenburg abgeschlossen.

Der Neue Prachtschlitten bzw. Kleine Galawagen König Ludwigs II. von 1878 (Schlitten mit Kasten) und 1879 (Wagengestell) ist das einzige erhaltene Multifunktionsfahrzeug des Münchner Hofs. Der prunkvolle Wagenkasten konnte je nach Bedarf und Jahreszeit auf das Wagen- oder das Schlittengestell umgesetzt werden. Trotz der luxuriösen Ausführung im Stil des Neo-Rokoko mit vergoldetem figürlichen Schnitzwerk war der Wagen ein voll funktionsfähiges Fahrzeug, das in der Umgebung von Schloss Linderhof und Hohenschwangau von König Ludwig II. häufig verwendetwurde. Zahlreiche Augenzeugenberichte von den einsamen Ausfahrten des bayerischen Königs sind überliefert. Am Schlittengestell selbst sind noch heute deutliche Gebrauchsspuren zu sehen.

Für den Austausch der Fahrgestelle wurde der Wagenkasten abgeschraubt und mit einem Flaschenzug angehoben. Im Kutschenkasten befinden sich noch die originalen Muttern, mit denen die Schraubbolzen befestigt wurden. Die Schrauben wurden bis ins Innere des Wagenkastens durchgeschraubt und von außen durch abnehmbare Ornamente verdeckt. Zusätzlich zu diesem hochmodernen, flexiblen System war das Fahrzeug bereits elektrisch beleuchtet, was für die vorzugsweise nächtlichen Schlittenfahrten des Königs sehr praktisch war. Im Wagenkasten befand sich unter dem Sitz ursprünglich eine Elektro-Batterie, mit der die beiden vorderen Glaslaternen beleuchtet werden konnten. Die Einstellung der Lichtstärke erfolgte mithilfe einer Drehscheibe durch den Lakai, der hinter dem Wagenkasten saß. Hightech und Luxus waren auch damals nicht umsonst zu haben: Der Königliche Hofwagenfabrikant Johann Michael Mayer erhielt für den „neuen blauen Prachtschlitten“ die stattliche Summe von 140.000 Mark, für das Wagengestell nochmals rund 118.000 Mark. Die dazu gehörigen kostbaren Gala-Geschirre kosteten etwa 66.000 Mark und umfassten zwei Mal sechs Geschirre für die sechsspännige Fahrt in roter oder blauer Ausstattung. Das komplette Ensemble kostete also 324.000 Mark. Zum Vergleich: Ein Steinmetz verdiente beim Bau von Neuschwanstein ca. 3,50 Mark am Tag, was bei einer 6-Tage-Woche ca. 80 Mark im Monat (brutto) brachte. Ein Gutshof mit allem Drum und Dran kostete ca. 9000 Mark (1871).

Nach der Restaurierung des Wagens 2015 wurde nun auch das dazugehörige Schlittengestell gereinigt und restauriert. Die Arbeit durch zwei Restauratoren dauerte ca. 3 Wochen (ca. 250 Stunden) und ist bis auf einige noch vorzunehmende Retuschen abgeschlossen. Sie kostet rund 13.000 Euro. Die Restaurierung vom 2015 (Wagenkasten und -gestell) kostete rund 22.000 Euro und benötigte 450 Arbeitsstunden. Bei der diesjährigen Maßnahme konnte das Restauratorenteam von den Erfahrungen der Reinigung und Restaurierung des Großen Galawagens König Ludwigs II. profitieren, die es 2014/15 für die Bayerische Schlösserverwaltung durchführte. So wurde für die Reinigung wieder ein damals eigens entwickeltes Schaumverfahren angewendet. Nach der intensiven Reinigung wurde die Fassung des Schlittengestells konserviert, die Gold-Fassung wurde gefestigt. Zudem wurde die Fassung wo nötig ergänzt und retuschiert. An den Metallelementen wurde zusätzlich zur Reinigung und Festigung der Rost entfernt. Die Maßnahme war die erste grundlegende Reinigung nach Jahrzehnten.

Beide Restaurierungen wurden großzügig finanziert von der Meitinger-Stiftung, München.Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Otto Meitinger, bis 1995 Präsident der Technischen Universität München, leiteteals Architekt und Denkmalpfleger in den 1950er Jahren den Wiederaufbau der Residenz Münchenund ist den Schlössern und ihren Kunstsammlungen sehr verbunden.

Nach der Restaurierung des Galaschlittens mit Putten (2011), des Zweiten Nymphenschlittens (2013) und des Neuen Galawagens (2014/2015) ist der Neue Prachtschlitten bzw. Kleine Galawagen das vierte Fahrzeug König Ludwigs II., das nun wieder in (altem) gepflegtem Glanz erstrahlt. Die noch ausstehende Restaurierung des Ersten Nymphenschlittens soll in diesem Jahr anschließen. Dann wären alle Ludwig II.-Fahrzeuge restauriert. Parallel zu den umfassenden Restaurierungen wird in den nächsten Jahren eine neue museale Präsentation mit analogem und digitalem Beschriftungssystem und verschiedenen Inszenierungen im Marstallmuseum umgesetzt. Neuer Lichtschutz und neue Beleuchtung tauchen schon heute die kostbaren Fahrzeuge in ein ansprechendes, konservatorisch unbedenkliches Licht.

Die weltweit einzigartige Sammlung von Kutschen König Ludwigs II. sowie der gesamte Bestand von Staats- und Galawagen der Wittelsbacher – insgesamt über 40 Fahrzeuge sowie Reit- und Fahrzubehör aus über 300 Jahren – war bis zum Zweiten Weltkrieg im alten Marstall am Marstallplatz nahe der Münchner Residenz untergebracht. 1952 wurde das Marstallmuseum in den ehemaligen Stallungen des Nymphenburger Schlosses eingerichtet. Das Marstallmuseum zählt zu den bedeutendsten seiner Art weltweit.

Pressekontakt Meitinger-Stiftung:
Dr. Cornelia Schmoll, LL.M.
Vorsitzende des Stiftungsvorstandes
Kaiserplatz 2, 80803 München
Telefon 0172 8244116
Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. des. Cordula Mauß
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190
presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 18. Mai 2017