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Sa vie son oeuvre

Archives mensuelles : août 2016

La dernière lettre de Louis II : il dénonce le complot !

Der letzte Brief von Ludwig II. ist aufgetaucht

Sensation in Bayern: Der wohl letzte Brief von Ludwig II. wurde erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das Schreiben – wenige Tage vor dem Tod des Monarchen formuliert – legt neue Schlüsse nah.

 König Ludwig II. von Bayern in einer undatierten Aufnahme. Der bayerische
König Ludwig II. von Bayern in einer undatierten Aufnahme. Der bayerische « Märchenkönig » ist Erbauer der Schlösser Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof

Peter Gauweiler hat der Öffentlichkeit den vermutlich letzten Brief von König Ludwig II. präsentiert. Bei einer Rede im Museum der Könige in Hohenschwangauanlässlich des 171. Geburtstages von Ludwig II. stellte der ehemalige CSU-Vize das Schriftstück vor. Der Brief konnte durch den Tausch mit einem Angehörigen des Hauses Wittelsbach aus Privat- in Stiftungseigentum überführt werden und war bisher der Öffentlichkeit nur unvollständig bekannt.

Der Brief wurde am 10. Juni 1886 aus Schloss Neuschwanstein von Ludwig II. an seinen Vetter Prinz Ludwig Ferdinand geschickt und ist laut Gerhard Immler vom Geheimen Hausarchiv – einer Unterabteilung des Bayerischen Hauptstaatsarchiv – der wohl letzte von Ludwig eigenhändig verschickte Brief.

Was den Brief allerdings so besonders macht, ist, dass er eine Neubewertung der letzten Tage von Ludwig II. nahelegt. Verschickt wurde er nur einen Tag nach der Entmündigung Ludwigs durch die bayerische Regierung. Laut Peter Gauweilerwürden die Beschwerden Ludwigs beweisen, dass er geistig klar genug gewesen sei, die ihm drohende Gefahr zu erkennen. Der Brief könnte auch neues Licht auf den immer noch nicht aufgeklärten Tod von Ludwig am 13. Juni 1886 – also nur drei Tage später – werfen.

Der Brief in Wortlaut, transkribiert von Dr. Gerhard Immler und Dr. Rupert Hacker:

König Ludwig II. an seinen Vetter Prinz Ludwig Ferdinand

am 10. Juni 1886 aus Schloss Neuschwanstein

Theuerster Vetter!

Vergib die schlechte Schrift, ich schreibe dieß in höchster Eile. Denke Dir was Unerhörtes heute geschehen ist!! – Diese Nacht kam eilends einer vom Stallgebäude herauf u. meldete, es wären mehrere Menschen (darunter horribile dictu) ein Minister u. eine meiner Hofchargen in aller Stille angekommen, befahlen meinen Wagen u. Pferde hier (von der oberen Burg) wegzunehmen hinter meinem Rücken, u. wollten mich zwingen nach Linderhof zu fahren, offenbar u. mich dort gefangen zu halten, u. Gott weiß was wohl zu thun, Abdankung zu ertrotzen kurz ein schändliche Verschwörung! Wer kann nur hinter einem solchen Verbrechen stecken, Prz. Luitpold vermuthlich.

Durch Gensdarme u. Feuerwehr, die sich tapfer entgegenstemmen war dieß vorläufig vereitelt. Die Schand-Rebellen wurden arretirt. Behalte dieß Alles bitte vorläufig für Dich. Wie kann aber eine solche Infamitität nur möglich sein!! Bitte forsche selbst u. durch Andere Verlässliche darauf!

Hättest Du so etwas für möglich! gehalten. Schon früher schrieb ich Dir daß ich über absichtlich mit Geld herumgestreute Gerüchte über mich (angebliche Krankheit) an der nicht Sylbe wahr ist p) gehört habe. Es ist zu arg. Es muß Licht in diesen Abgrund von Bosheit kommen! In felsenfestem Vertrauen i. inniger Liebe

Dein

Hohenschw. getreuer Vetter

10. Juni 86 Ludwig

[Ergänzung mit Bleistift:] Dieser Abschaum von Bosheit mich nächtlich überfallen u. gefangen nehmen zu wollen!!!

Source : http://www.welt.de/geschichte/article157862091/Der-letzte-Brief-von-Ludwig-II-ist-aufgetaucht.html

Rencontre patriote : l’anniversaire du roi

Emertsham  |  21.08.2016  |  19:40 Uhr

Hunderte Gäste beim « Patriotentreffen » +++ Fotos

von Marianne Herbst

In historischer Uniform zeigten sich die Königstreuen in Emertsham. − Foto: Herbst

In historischer Uniform zeigten sich die Königstreuen in Emertsham. − Foto: Herbst

Mit dem gewünschten weiß-blauen Himmel zum Gründungsfest zum 20-Jährigen des Vereins mit 38. Patriotentreffen hat es nicht ganz geklappt. Unter wolkenverhangenem Himmel marschierte die Festgesellschaft zum Bolzplatz hinaus, wo Pfarrer Valentin Tremmel und Diakon Josef Stürzer die Festmesse zelebrierten und der König-Ludwig-Verein einen schönen Altar errichtet hatte. Die Blaskapelle Emertsham und der Kirchenchor sorgten für einen würdigen Rahmen (FOTOS).

Diakon Stürzer berief sich bei seiner Predigt anfangs auf das König-Ludwig-Lied: « Da klingt die Sehnsucht zu unseren Bergen und zu unserer schönen bayrischen Heimat Bayern mit. » Mitglieder in einem der königstreuen Vereine seien nicht die « ewig Gestrigen », sondern würden die alte geschichtliche Tradition mit dem Neuen verbinden.

Uniformen wie anno dazumal: Walter Werner von den Schweren Reitern Altötting mit seiner Trompete (oben links), ein weiterer Schwerer Reiter mit einer Uniform aus dem Jahr 1814 (oben rechts) und ein Vertreter des König-Ludwig-Vereins Schweitenkirchen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Uniformen wie anno dazumal: Walter Werner von den Schweren Reitern Altötting mit seiner Trompete (oben links), ein weiterer Schwerer Reiter mit einer Uniform aus dem Jahr 1814 (oben rechts) und ein Vertreter des König-Ludwig-Vereins Schweitenkirchen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

« Der Verband legt großen Wert auf die Feststellung, dass die Mitglieder in keinster Weise fremdenfeindliche oder ausländerfeindliche Ziele verfolgen », so Stürzer. Vielmehr vermittelten sie bayrische Kultur und das Gedenken an König Ludwig II. Ohne ihn wäre Bayern heute nicht das, was es ist.

Source : http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_traunstein/2191647_Emertsham-Hunderte-Gaeste-beim-Patriotentreffen-Fotos.html

En l’honneur du roi !

Strapaziös und nicht ungefährlich – der Anstieg zum Kofel. Den prächtigen Talblick nehmen die Feuermacher nur am Rande wahr.

Anniversaire royal : 25 août 2016

Der König hat Geburtstag

Feiern Sie mit uns am 25. August in Schloss Linderhof ein leuchtendes Fest zu Ehren des 171. Geburtstages König Ludwigs II. von Bayern. Die Festlichkeiten beginnen um14 Uhr mit einem Programm für Kinder; ab 21.15 Uhr werden nächtliche Führungenim Schloss sowie Themenführungen in den Gartenanlagen angeboten. Daneben gibt es Lesungen sowie musikalische und kulinarische Höhepunkte.

Kostenlose Reservierungen für die Schlossführungen sind möglich unter
der Telefonnummer 08822 9203-21 oder per E-Mail an sgvlinderhof@bsv.bayern.de

Der Eintritt ins Schloss beträgt 11,50 Euro pro Person, alle übrigen Programmpunkte sind kostenlos.

Zum Programm

Restauration des appartements royaux

Minister Söder kündigt umfangreiche Arbeiten auf Neuschwanstein an

Torbau wird saniert

Der Torbau von Schloss Neuschwansteins soll nun für 900.000 Euro saniert werden. Hier nächtigte König Ludwig II. des Öfteren.

Triathlon royal

Christiane Pötsch-Ritter

Königlicher Triathlon am Chiemsee

Radeln, Rudern und Spazierengehen auf den Spuren Ludwig II.

Mit einem Ruderboot wird Herrenchiemsee mit dem prächtigen Schloss angesteuert.

Mit einem Ruderboot wird Herrenchiemsee mit dem prächtigen Schloss angesteuert.

Pötsch-Ritter

Prien sz Zu den Eigenarten Ludwigs II. von Bayern gehörte, dass er gerne im Dunkeln ausfuhr, während sein Volk schlief. Auch die Reisen von seiner Münchener Residenz zum Schloss Herrenchiemsee hat der menschenscheue Monarch vorzugsweise bei Nacht unternommen. Hofkoch Theodor Hirneis servierte ihm derweil ein schönes Diner. Für den königlichen Sonderzug war in Rimsting am Chiemsee eigens eine Haltestelle mit „persönlichem Wartesaal-Pavillon“ eingerichtet worden. Hier pflegten seine Majestät noch eine heiße Schokolade zu trinken, bevor es sechsspännig mit der Kutsche nach Urfahrn weiterging. Am Seeufer wartete da schon der Fährmann, um den König zum Zwecke der Baustellenbesichtigung auf die Herreninsel hinüber zu rudern. Über sechs Jahre hinweg ging das so, und als Ludwig am 13. Juni 1886 unter nie geklärten Umständen am Starnberger See verstarb, war Herrenchiemsee noch längst nicht vollendet. „Schloß Chiemsee ist das Schmerzenskind seiner Schlösser!“, schrieb Theodor Hierneis, der immer ganz nahe dran war am Geschehen, in seinen Erinnerungen. „Es ist aber auch das gewaltigste, prunkvollste, alle Erwartungen übertreffende seiner Schöpfungen.“

Stille Uferlandschaft

Für das Tourismusmanagement der Region Chiemsee-Alpenland jedenfalls hätte die Sache besser nicht laufen können. Der neue Renner im umfangreichen Portfolio mit Aktivitäten auf Ludwigs Spuren ist der „Königliche Triathlon“, bestehend aus leichtem Radeln, Rudern und einem Inselspaziergang. Das vergnügliche Unternehmen startet im alten Rimstinger Bahnhof unter der mächtigen Krone der „Königslinde“, die das dankbare Volk dem Monarchen in Erinnerung an seine Besuche während des Schlossbaus pflanzte. Dabei war seine Majestät, wie von Kammerdiener Lorenz Mayr überliefert, „für die hiesige Gegend sowohl als für den See nicht eingenommen und hatten für beide keine Vorliebe“.

Das mag verstehen, wer will. Denn kaum etwas ist so einnehmend wie diese stille Uferlandschaft. Man muss nur einmal die paar Kilometer bis zum Schafwaschener Winkel radeln, besonders zur Irisblüte. Rohrammer und Schilfrohrsänger, Wasserralle und Zwergdommel können hier ungestört, weil gut getarnt im dichten Röhricht brüten. Chiemseeführer Konrad Hollerieth ist darauf bedacht, dass einem kein Detail entgeht in diesem in Jahrtausenden von der Natur geschaffenen Gesamtkunstwerk. Wohl wissend, dass es in nicht allzu ferner Zeit die Bucht nicht mehr geben wird. Binnen 200Jahren, sagt er, wird das angeschwemmte Geröll aus dem Flüsschen Prien den Schafwaschener Winkel verlanden lassen.

Ob dann das sanfte Ufer in Urfahrn noch existiert, wo nun das zwölfsitzige Ruderboot „Auguste“ für die nächste Triathlon-Etappe bereit liegt, ist die Frage. Die Herreninsel ist kaum einen Kilometer entfernt, die Seekapelle Heilig Kreuz zwischen den alten Buchen schon nach wenigen Schlägen gut zu erkennen. Es bleibt genug Zeit, sich auf der Fahrt an dem wechselnden Licht zu erfreuen, das See, Himmel und Berge dramatisch in Szene setzt. Schon zu Ludwigs Zeiten hat dies Künstler aus aller Welt bewogen, sich hier niederzulassen. Der Kolonie der Chiemseemaler ist in der Gemäldegalerie im einstigen Chorherrenstift ein ganzer Trakt gewidmet.

Dort im vormals ältesten Kloster Bayerns bezog Ludwig während der Bauzeit Quartier. Von seinem wohnlichen Appartement aus konnte er zum Schloss hinüberblicken. Im dazugehörigen Speisezimmer haben sich 1948 übrigens die „Väter des Grundgesetzes“ versammelt, um in der Abgeschiedenheit der Herreninsel die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland zu erarbeiten. Auch davon zeugt eine sehenswerte Ausstellung.

Inspiriert von Versailles

Die Abgeschiedenheit war das Einzige, das auch Ludwig an diesem Ort gefallen hat, abgesehen von seiner Größe. Füssen oder Oberammergau wären ihm für sein ambitioniertes Vorhaben lieber gewesen, erklärt Marcus Spangenberg, Kunsthistoriker und König-Ludwig-Biograf. Aber für die riesigen Dimensionen des prunkvollen Schlosses, das inspiriert war von Versailles und als „Tempel des Ruhms“ für Ludwig XIV. gedacht, war nur hier genug Platz. Ganz nebenbei hat Ludwig die Insel vor einem württembergischen Holzunternehmer gerettet, der drauf und dran war, den schönen alten Baumbestand zu Brennholz zu verhackstücken.

Marcus Spangenberg ist ein hervorragender Kenner des Königs, seiner Kunst und seiner Kümmernisse. Seine ungemein erhellende Führung „Sonnenkönig und Schneerahmtörtchen“ gibt es exklusiv außerhalb der Öffnungszeiten mit anschließendem Zwei-Gang-Menü in der Schlosswirtschaft. Dazu liest er aus „König Ludwig II. speist“, besagten Erinnerungen des Hofkochs Theodor Hierneis, der wie kein anderer die Kunst beherrschte, alle Speisen „recht flockig und weich“ zuzubereiten – mit Rücksicht auf „die sehr schlechten Zähne des Königs“.

Das ausführliche Programm zur Erinnerung an König Ludwig II. im Internet unterwww.chiemsee-alpenland.de

Die Recherche wurde unterstützt vom Tourismusverband Chiemsee-Alpenland.

Source : http://www.schwaebische.de/panorama/aus-aller-welt_artikel,-Koeniglicher-Triathlon-am-Chiemsee-_arid,10507326.html

Le retour du musical

PREMIERE

Der Märchenkönig kann nicht sterben

Für das neu arrangierte Musical „Ludwig 2“ hat sich in Sichtweite von Schloss Neuschwanstein erneut der Vorhang gehoben.
Von Marcus Spangenberg, MZ

Matthias Stockinger als König Ludwig II. auf der Bühne in Füssen, vor einer RIchard-Wagner-Projektion Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

FÜSSEN.Ludwig II. von Bayern (1845 – 1886) war Popstar, lange bevor es Pop gab. Er war Exzentriker und Träumer, Pazifist und Aussteiger, Wagner-Groupie und Technik-Freak, Theaterkönig und Bücherwurm. Und nun ist der verblichene Monarch erneut Titelfigur eines Musicals. Dieser König kommt nicht zur Ruhe. Er ist unsterblich.

Am Donnerstagabend hob sich der Vorhang für „Ludwig 2“ im Festspielhaus Füssen vor rund 1300 Zuschauern. Unter ihnen waren viele, die in einer bisher in Deutschland einmaligen Aktion das Ereignis ermöglicht hatten. Im Herbst 2015 kamen bei einem Crowdfunding mehr als 165 000 Euro zusammen. Mit diesem frühzeitigen Erwerb von Eintrittskarten konnte es Benjamin Sahler wagen, das knapp zehn Jahre alte Stück für drei Wochen erneut am ursprünglichen Premieren-Ort aufzuführen. Der 42-jährige Produzent und freie Regisseur mietete das eindrucksvolle Gebäude in Sichtweite der Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein an. Zudem kann er die vorhandenen Kostüme und Kulissen nutzen, die von 2005 bis 2007 erstmals für „Ludwig 2“ im Gebrauch waren.

„Wir haben das Stück weiterentwickelt und die vorhandene Ausstattung in ein neues Konzept eingebunden“, sagte Sahler im Vorfeld der Premiere. Herausgekommen ist das, was der Veranstalter bewirbt: Die Rückkehr eines Musicals in gewohntem Stil und Aufmachung. „Ludwig 2“ im Sommer 2016 ist von der Musik her im Wesentlichen jene Musical-Version aus dem Jahr 2005. Für sie traten zahlreiche treue Fans auch über Social Media seit vielen Jahren ein.

Einiges läuft noch nicht rund

Darüber hinaus hat sich eine Menge verändert. Nicht nur der einst bestens gepflegte Garten zwischen Festspielhaus und See hat seine einst erlebnisreiche Ausstattung und Qualität eingebüßt. Auch das Musical. Die Zuschauer erleben eine spür- und sehbare Light-Version. Das ist für die Besucher, denen das ursprüngliche Musical zu sehr nach Popcorn-Kino aus Hollywood geriet, zunächst ein Trost. Was eintritt, ist eine zu große Diskrepanz zwischen Sehen und Hören. Die Kompositionen von Konstantin Wecker und Christopher Frank hat der bekannte Arrangeur Nic Raine in einen erhabenen, schmachtenden Musikteppich eingerollt. Der enge Bezug von Raine zur Filmmusik Hollywoods ist unverändert. Jetzt kommt sie vollständig aus der Konserve. Stilzitate vom Walzer über Zwiefachen bis zum Militärmarsch klingen an. Eine hervorragende Tontechnik ist unbedingt erforderlich; am Premierenabend lief sie (wie die Lichttechnik) noch nicht rund. Der Musik steht ein reduziertes Bühnenbild gegenüber. Das ist durchaus legitim. Bilder und Staffage durch beliebige ornamentale Lichtprojektionen zu ersetzen, wirkt hier bemüht. Laserstrahlen ergänzen den Lichtreigen. Einzig in der Szene zum Krieg 1870/71 sind sie Inhalt und nicht nur Form. In die Erzählweise und Abfolge der Szenen wurde stark eingegriffen. Das ergibt eine in sich schlüssige Handlung.

Das Musical feiert Ludwig II. als visionären Pazifisten. Nur Kunst könne dem Leben einen Sinn geben, gegen das er sich ansonsten auflehnt. Mit seiner Zeit und den Lebensumständen kommt er nicht zurecht. Auch die unerfüllte Liebe zu Elisabeth „Sisi“ von Österreich (Anna Hofbauer), die das beherrschende Thema des ersten Akts ist, lässt Ludwig verzweifeln. Dass der König mit Bauaktivitäten reagiert und sich jeglichem Krieg entziehen möchte, ist Inhalt des zweiten Aktes.

Matthias Stockinger als König Ludwig II. und Anna Hofbauer als SisiFoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Theaterbühne ist nicht der Ort, um eine historisch verbürgte Biografie zu illustrieren. Es darf und soll geträumt werden, schwelgen ist oberstes Gebot. Doch wenn die Oberflächlichkeit allzu poliert ist und die vermeintliche Romanze mit „Sisi“ jeden Anflug von einer historisch verbürgten homophilen Neigung des Königs erdrückt, ist es einfach zu viel der Phantasie.

Wenig Zeit für die Vorbereitung

Spätestens an dieser Stelle ist herauszustellen, dass „Ludwig 2“ nicht Ludwig II. von Bayern zum Thema hat. Vielmehr ist es eine Illusion von ihm, die zum Mythos geworden ist.

Was bleibt, ist das Staunen, dass jemand das Wagnis eines erneuten Ludwig-Musicals eingeht. Benjamin Sahler und sein Team hatten sehr wenig Zeit, „Ludwig 2“ für die Festspielhaus-Bühne einzurichten. So wie sich der Hauptdarsteller Matthias Stockinger bei der Premiere als Schauspieler und Sänger deutlich steigerte, so ist insgesamt noch einiges von „Ludwig 2“ zu erwarten. Die Möglichkeiten nach oben sind vorhanden.

Service: „Ludwig 2“ läuft bis 4. September (je Dienstag bis Sonntag). Tickets gibt es im Festspielhaus Füssen, bei Füssen Tourismus und München Ticket (0 89) 54 81 81 81. Die Gastronomie öffnet drei bzw. zwei Stunden vor Beginn. Das Musical dauert 2,5 Stunden (mit Pause).

Source : http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/maerchenkoenig-ludwig-ist-zurueck-21705-art1416727.html