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Sa vie son oeuvre

Archives mensuelles : juillet 2016

Faillite du théâtre musical de Füssen

KulturFestspielhaus Füssen ist pleiteFestspielhaus Füssen

Festspielhaus FüssenFestspielhaus FüssenFestspielhaus Füssen

Nun soll ein Investor gefunden werden, der das Gebäude und den Betrieb übernimmt.

(Foto: dpa)

  • Der Betreiber des Festspielhauses Füssen hat vor dem Amtsgericht insolvenz angemeldet.
  • Die Premiere des neuen Musicals Ludwig² soll nicht in Gefahr sein.
  • Seit 2000 sind in Füssen immer wieder Musicals über König Ludwig II gescheitert.

Das Festspielhaus in Füssen ist ein grandioses Schmuckstück, zweifellos. Das gilt sowohl für die Lage zu Füßen von Schloss Neuschwanstein als auch für die Architektur, die dem Festspielhaus in Bayreuth nachempfunden ist. Aber ansonsten ist in dem Theaterpalast am Forggensee-Ufer seit seiner Eröffnung anno 2000fast alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte.

Und ausgerechnet jetzt, da ein neuer Hoffnungsschimmer am Horizont zu erahnen ist, versendet der vielleicht hübscheste Problembau des Freistaats eine neue Hiobsbotschaft, die alle bisherigen Hiobsbotschaften übertrumpft: Der Betreiber des Festspielhauses hat vor dem Amtsgericht Kempten Insolvenz angemeldet.

Für alle Kini-Fans und Hoteliers aus der Region gibt es aber auch eine positive Nachricht: Das Musical Ludwig², dessen Premiere im Festspielhaus für 11. August geplant ist, wird trotzdem gezeigt. « Ludwig² ist nicht in Gefahr », teilt eine Sprecherin des Festspielhauses im Auftrag des Insolvenzverwalters mit. Bislang waren immer nur die Musicals nacheinander baden gegangen, nachdem sie das Leben und Sterben des bayerischen Königs Ludwig II. gezeigt hatten.

Die erste Produktion hatte im April 2000 Premiere. Damals fuhr die geballte Prominenz aus Funk, Fernsehen und Politik vor, um den Kini in dem großen Wasserbecken auf der Bühne untergehen zu sehen. Wenig später ging das Musical selbst unter.

Und auch ein zweiter Anlauf endete in der Kanzlei des Münchner Insolvenzverwalters Marco Liebler. Der 52-jährige Fachanwalt für Insolvenzrecht darf nun auch die Musiktheater Füssen Besitz GmbH & Co. KG. abwickeln. Liebler teilt mit, dass alle bis Anfang September im Festspielhaus und im Barockgarten geplanten Vorstellungen über die Bühne gehen werden. Auch die Auftritte von Rapper Cro und Sarah Connor sollen stattfinden.

Der Ticketverkauf läuft gut

Das freut vor allem Benjamin Sahler, also jenen Mann, der derzeit den vierten Versuch wagt, ein Ludwig-Musical ohne rote Zahlen auf die Bühne zu bringen. Der dritte Anlauf in der Bigbox-Halle in Kempten war ebenfalls gescheitert. « Es gibt überhaupt keine Zweifel, dass Ludwig gespielt wird. Wir haben die schriftliche Zusage », sagt Benjamin Sahler.

Er hat seinem Projekt den sinnigen Untertitel « Der König kommt zurück » gegeben. Sahler: « Die Stadt, der Bürgermeister – alle wollen um jeden Preis das Musical haben. » Schon jetzt seien knapp 50 Prozent der Karten verkauft. « Das ist wesentlich mehr, als die Produktionsgesellschaft sich erhofft hat. Der Ticketverkauf läuft wie verrückt. »

Nach Angaben von Insolvenzverwalter Liebler werde nun ein Investor gesucht, der das Theatergebäude und den Geschäftsbetrieb übernehme und weiterführe. « Interessenten sind bereits vorhanden », sagt Liebler. Gespräche würden in der kommenden Woche geführt.

« Dass ausgerechnet vier Wochen vor der Premiere das Geld ausgeht, ist natürlich eine unglaubliche Geschichte », sagt Regisseur Sahler. Er betont, dass die Produktion des Musicals nichts mit dem Betrieb des Festspielhauses zu tun habe. Ansonsten schwärmt Sahler von dem eigens für das Ludwig-Musical gebaute Festspielhaus: « Es ist eines der schönsten Theater der Welt. »

Musical König-Ludwig-Musical: Wie es diesmal etwas werden soll

König-Ludwig-Musical: Wie es diesmal etwas werden soll

Dreimal schon ist der Versuch in Füssen gescheitert. Regisseur Benjamin Sahler wagt sich trotzdem an eine neue Inszenierung – mit weniger Aufführungen, weniger Personal und Crowdfunding. Von Stefan Mayr mehr …

König Ludwig II. Ludwig II. soll auferstehen - schon wieder

Ludwig II. soll auferstehen – schon wieder

Das Musical über das Leben des Königs ist schon dreimal am Finanziellen gescheitert. Regisseur Benjamin Sahler versucht es mit einer neuen Methode. Von Stefan Mayrmehr …

Source : http://www.sueddeutsche.de/bayern/kultur-festspielhaus-fuessen-ist-pleite-1.3068215

Travaux dans la grotte de Vénus : dernières visites !

KÖNIG LUDWIG II.

Bekannte Venusgrotte von Schloss Linderhof wird geschlossen

Die Venusgrotte von Schloss Linderhof kann nur noch wenige Monate besichtigt werden. Dann wird die Touristenattraktion geschlossen – für mehrere Jahre.

 
Die Venusgrotte auf dem Gelände von Schloss Linderhof wird wegen Baumaßnahmen planmäßig für fünf Jahre geschlossen.

Sie haben die Venusgrotte von Schloss Linderhof noch nie gesehen? Dann sollten Sie sich beeilen. Denn die Touristenattraktion, die man Märchenkönig Ludwig II. zu verdanken hat, kann nur noch bis zum 15. Oktober besichtigt werden. Dann wird die Venusgrotte geschlossen.

In den letzten 100 Tagen vor der fünfjährigen Schließung der Venusgrotte bekommen Besucher sonntags freien Eintritt in die künstliche Tropfsteinhöhle. Erstmals gilt diese Regelung an diesem Sonntag, wie das Finanzministerium am Freitag mitteilte.

Das Bauwerk in Form einer künstlichen Tropfsteinhöhle wird nach Angaben des Heimat- und Finanzministeriums ab Oktober für rund 25 Millionen Euro saniert und ist planmäßig für fünf Jahre nicht mehr für Besucher zugänglich. Im Schnitt besuchen jährlich 400.000 bis 450.000 Menschen das vom Märchenkönig gebaute Schloss.

Die Venusgrotte von Schloss Linderhof hat Feuchtigkeitsprobleme

KönigLudwig II.hatte die Venusgrotte im Schlosspark 1876 und 1877 von Hofbaudirektor Georg Dollmann und Landschaftsplastiker August Dirigl errichten lassen. In der Grotte ließ er den 1. Akt der Wagner-Oper «Thannhäuser» und das Motiv der blauen Grotte von Capri in Szene setzen. Dafür wird sie auch in verschiedenen Farben beleuchtet.

Die Konstruktion aus 1,70 Meter dicken Kalkbruchsteinwänden und Säulen aus Bruchstein und Gusseisen kämpft seit der Fertigstellung unter anderem mit Feuchtigkeitsproblemen. Nun sollen bis 2022 unter anderem Drainageleitungen und Statik verbessert werden. dpa/AZ

Mehr als fünf Millionen Besucher zählte 2015 die bayerische Schlösserverwaltung. Dem Freistaat brachte das 64 Millionen Euro ein. Welche Bauwerke die meisten Menschen anzogen…
Bekannte Venusgrotte von Schloss Linderhof wird geschlossen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa.

Fermeture de la grotte de Vénus

DENKMAL

Söders Trip in König Ludwigs Linderhof

Ortstermin in der Venus-Grotte, die bald für Jahre schließt. Die Kronprinzenfrage an den Minister ist dabei unausweichlich.
Von Christine Schröpf, MZ

Markus Söder in der Venusgrotte: Anlass des Ortstermins: Das Refugium Ludwigs II. wird in 100 Tagen wegen Sanierungsarbeiten für fünf Jahre geschlossen. Der Finanzminister ist qua Amt auch Herr über die bayerischen Schlösser. Foto: dpa

ETTAL.Finanzminister Markus Söder tritt die Tour nach Schloss Linderhof mit bandagiertem Handgelenk an. „Vertwittert“, witzelt er – in Anspielung auf seinenumstrittenen Kommentar zu Mesut Özils Elfmeterschwäche bei der Fußball-EM im Kurznachrichtendienst Twitter. An diesem Tag aber geht es für Söder nicht um Fußball. Er will die Venusgrotte auf Schloss Linderhof in den Fokus rücken, die noch 100 Tage geöffnet ist, bevor sie für fünf Jahre wegen Sanierungsarbeiten geschlossen wird. 25 Millionen Euro nimmt der Freistaat dafür in die Hand. Marode Konstruktionen werden stabilisiert, neue LED-Lichttechnik eingebaut – sogar eine Einflugschneise für die Hufeisennase, eine Fledermausart, ist inklusive. Linderhof soll herausgeputzt werden, bevor sich der Freistaat mit seinen Schlössern um die Einstufung als Weltkulturerbe bewirbt. 450 000 Menschen besuchen jedes Jahr Linderhof. Platz 2 hinter Schloss Neuschwanstein mit 1,51 Millionen Touristen.

„Wir sind im Prinzip im Inneren alle Romantiker – und auch ein bisschen anarchisch veranlagt.“

Finanzminister Markus Söder

König Ludwig II. hatte sich mit der Grotte eine Traumwelt erschaffen – inspiriert von der blauen Grotte auf Capri. Der Märchenkönig schaukelte in seinem Privat-Refugium im goldenen Muschelkahn auf türkis-blauem Wasser. „Ich bin ein Fan von Ludwig II. – auch wenn er kein Realpolitiker war“, sagt Söder am Freitag beim Ortstermin in der Grotte. „Er war der James Dean des Adels.“ Vom Band ertönt dabei Musik des Lieblingskomponisten des Kini – aus dem 1. Akt der Richard-Wagner- Oper „Tannhäuser“.

Stippvisite in einer weiteren Sehenswürdigkeit im Schlosspark Linderhof. Der „Maurische Kiosk“ war für Ludwig II. ein mondänes Lesezimmer.Foto: dpa

Söder lauscht den Tönen – und betrachtet die bis ins Detail durchchoreographierte Illusionswelt des Märchenkönigs. Ludwig II. stattete die Grotte mit Wellenschieber und Wasserfall aus, ließ ausgeklügelte Farbenspiele installieren. Auf dem Mini-See zogen wohl auch Schwäne ihre Kreise. „Wir sind im Prinzip im Inneren alle Romantiker – und auch ein bisschen anarchisch veranlagt“, sagt Söder. Der Muschelkahn stünde für ihn für einen historisch-authentischen Kurztrip bereit. Journalisten ermuntern ihn, an Bord zu gehen – sie spekulieren auf ein symbolträchtiges Bild des CSU-Kronprinzen im Kini-Boot. Doch bei Söder ist noch zu gut der Spott in Erinnerung, den er 2015 mit einer Gondol-Fahrt auf dem Nymphenburger Kanal ausgelöst hatte.

Der aussichtsreiche Aspirant auf die Nachfolge von Regierungschef Horst Seehofer bringt Fragen zu seiner politischen Zukunft am Freitag nicht selbst zur Sprache – das übernimmt unbeabsichtigt die Verwalterin von Schloss Linderhof, Sigrid Stache. Sie warnt Söder vor einem Abstecher in die Grotten-Königsloge. „Nicht ohne Helm betreten, sonst wird eine Stelle frei“, sagt sie – und löst damit allgemeines Gelächter aus.

Söder lässt das Schwert stecken

Der Rundgang durch den Schlosspark liefert weitere Optionen für Anspielungen auf Söders Karrierehoffnungen: In der rekonstruierten Hunding-Hütte, Brotzeitdomizil des früheren Kinis, gestaltet nach einem Bühnenbild der Wagner-Oper Walküre, steckt ein Schwert in einem Baumstamm. Ein Schwert, das angeblich unbesiegbar macht.

Söder lässt es stecken. Er nutzt später vielmehr die Gelegenheit Seehofer für die Arbeit der letzten Wochen Respekt zu zollen. Er spricht auch von der doppelten Botschaft, die aus der Parteibasis derzeit zu hören sei. „Markus nicht drängeln“, bekommt er selbst signalisiert. „Behandel den Markus gut“, sei die Botschaft an Seehofer.

Source : http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/soeders-trip-in-koenig-ludwigs-linderhof-21705-art1402116.html